… und was jagt der Stubentiger?

Geschrieben am März 15th, 2007 in Katzen von Elke Müller

Kater Krümel und der Herr der RingeSo wie Flecki, die Katze meines journalistischen Kollegen Jörg Schumacher, den Freigang bevorzugt, erfreuen sich Millionen Katzen in Deutschland in der freien Natur auf Erkundungstouren gehen oder jagen zu können. Es gibt ca. 7,6 Millionen Hauskatzen in Deutschland.

Nicht alle Katzen haben die Möglichkeit die Natur zu ergründen. Viele Stubentiger haben noch nie die Außenwelt erfahren. Aber auch diese Katzen jagen. Wenn es keine Spielzeuge sind, die ihren Krallen standhalten müssen, so sind Stubenfliegen, verirrte Schmetterlinge oder Bienen, Spinnen und anderes Getier, manches Mal aber auch menschliche Hände und Beine, ihre Beute.

Wie wichtig Beschäftigung für Hauskatzen ohne Freigang ist beschreibt Rosemarie Schär, Zoologin und Ethologin aus der Schweiz (Die Hauskatze). Das Jagdverhalten der Katze wird ausgelöst durch bewegliche Objekte. Der Halter einer Wohnungskatze ist hier gefordert. Er muss das Beuteobjekt bewegen, damit die Katze ihr natürliches Bedürfnis befriedigen kann. Beliebt sind Spiele wie die Feder an der Angel, die sich hin und her bewegt. Die Aufziehmaus unter einem Tuch, welche die Katze zur blitzartigen Attacke motiviert. Das Fangen eines Fadens, der sich über den Boden schlängelt und das Angeln nach dem Zeh, der im Badewasser auf- und abtaucht.

Wohnungskatzen sind interessiert an allem. Sie lassen sich gemächlich auf der Tastatur des PC nieder, wenn man gerade einen Artikel schreiben will. Sie helfen beim Auspacken des Einkaufskorbes und sie untersuchen genau den Inhalt. Sie fangen die Tropfen des Wasserhahnes und sie räkeln sich im geputzten Waschbecken. Sie stehlen den Kugelschreiber vom Tisch. Sie geben Meckerlaute von sich, wenn sie observierend am Fenster sitzen und ein Vogel vorbeifliegt. Flecki geht dann einfach durch seine Katzenklappe nach draußen und schaut sich die Vögel in Natura an.

[Krümel und der Herr der Ringe, Foto: Elke Müller]

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