Hilfe für Bologovs Wölfe
Gisela Müller aus Salzhausen engagiert sich seit fünf Jahren für die Wölfe des russischen Biologen Vladimir Bologov. Sie besucht den jungen Verhaltensforscher mindestens einmal im Jahr, um Spendengelder oder Material zu überbringen und um bei der Welpenaufzucht zu helfen. Auf Ihrer Webseite www.wolfshilfe.de zeigt sie Bilder ihrer Reisen in die südwestliche Taiga in die Region Tver, wo die biologische Station “Chisty Less” liegt, ein Teil des Central Forest Nature Reserve.
Vladimir Bologov hat das Wolfsprojekt 1993 von seinem Vater, einem
Förster, übernommen. Er versucht die Wölfe in seiner Region vor dem Tode zu bewahren. Gisela Müller schreibt: “In seinem Land ist es erlaubt, ganzjährig Wölfe zu töten, also zu schießen, in Fallen zu fangen und zu vergiften.Eine einträgliche Sache, da die Regierung eine hohe Prämie für jeden toten Wolf zahlt. Welpen werden aus ihren Wurfhöhlen ausgegraben und erleiden das gleiche Schicksal.” Jedes Jahr kauft Bologov den Jägern Wolfswelpen ab und zieht sie auf. Im Alter zwischen ein bis zwei Jahren werden diese Wölfe in Gruppen wieder in die Freiheit entlassen.
Aufzuchtmilch für Wolfswelpen ist teuer. Auch die Errichtung von mehreren Stationen, in denen die Welpen zunächst aufgezogen und dann nach und nach an die natürliche Umgebung gewöhnt werden, kosten Geld. Futter für die Jungwölfe und Telemetriegeräte, um ihre Wege zu verfolgen werden dringend benötigt. 1996 gründete Bologov das Projekt Wolf Advocating Company, welches sich mit drei Projekten befasst: Datensammlung der Wolfsvorkommen in Russland und Öffentlichkeitsarbeit, Ökologie und Verhalten sowie die Aufzucht und Auswilderung von Wolfswelpen. In den letzten zehn Jahren haben 150 Studenten in verschiedenen Feldforschungsprojekten mitgearbeitet. Neun Diplomarbeiten wurden angefertigt.
Wer Bologovs Wölfen gerne helfen möchte, wende sich bitte an Gisela Müllers www.wolfshilfe.de oder www.russianwolves.org.
Fotos mit freundlicher Genehmigung von Gisela Müller.






