Hilfe für Bologovs Wölfe

Geschrieben am Februar 24th, 2009 in Wölfe von Elke Müller

Gisela Müller aus Salzhausen engagiert sich seit fünf Jahren für die Wölfe des russischen Biologen Vladimir Bologov. Sie besucht den jungen Verhaltensforscher mindestens einmal im Jahr, um Spendengelder oder Material zu überbringen und um bei der Welpenaufzucht zu helfen. Auf Ihrer Webseite www.wolfshilfe.de zeigt sie Bilder ihrer Reisen in die südwestliche Taiga in die Region Tver, wo die biologische Station “Chisty Less” liegt, ein Teil des Central Forest Nature Reserve.

Vladimir Bologov hat das Wolfsprojekt 1993 von seinem Vater, einemVladimir Bologov mit Wolfswelpe - Foto Gisela Müller Förster, übernommen. Er versucht die Wölfe in seiner Region vor dem Tode zu bewahren. Gisela Müller schreibt: “In seinem Land ist es erlaubt, ganzjährig Wölfe zu töten, also zu schießen, in Fallen zu fangen und zu vergiften.Eine einträgliche Sache, da die Regierung eine hohe Prämie für jeden toten Wolf zahlt. Welpen werden aus ihren Wurfhöhlen ausgegraben und erleiden das gleiche Schicksal.” Jedes Jahr kauft Bologov den Jägern Wolfswelpen ab und zieht sie auf. Im Alter zwischen ein bis zwei Jahren werden diese Wölfe in Gruppen wieder in die Freiheit entlassen.

Wolfswelpe - Foto Gisela MüllerAufzuchtmilch für Wolfswelpen ist teuer. Auch die Errichtung von mehreren Stationen, in denen die Welpen zunächst aufgezogen und dann nach und nach an die natürliche Umgebung gewöhnt werden, kosten Geld. Futter für die Jungwölfe und Telemetriegeräte, um ihre Wege zu verfolgen werden dringend benötigt. 1996 gründete Bologov das Projekt Wolf Advocating Company, welches sich mit drei Projekten befasst: Datensammlung der Wolfsvorkommen in Russland und Öffentlichkeitsarbeit, Ökologie und Verhalten sowie die Aufzucht und Auswilderung von Wolfswelpen. In den letzten zehn Jahren haben 150 Studenten in verschiedenen Feldforschungsprojekten mitgearbeitet. Neun Diplomarbeiten wurden angefertigt.

Wer Bologovs Wölfen gerne helfen möchte, wende sich bitte an Gisela Müllers www.wolfshilfe.de oder www.russianwolves.org.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Gisela Müller.

Auf der Spur der Küstenwölfe im ZDF

Geschrieben am Februar 20th, 2009 in Tiere im Fernsehen, Wölfe von Elke Müller

Erneut wiederholt das ZDF den fantastischen Film der jungen Forscherin Gudrun Pflüger – Drei Jahre lang ist Gudrun Pflüger den Spuren der Wölfe in den schwer zugänglichen Regenwäldern British Columbias gefolgt. Auf einer unbewohnten Insel entdeckt Pflüger ein Rudel Wölfe … – siehe Adventure X

ZDF, Sonntag, 22.02.09 um 1.25 Uhr und 2.05 Uhr

Der Wolfspakt – Die Rückkehr der weißen Wölfin auf RBB

Geschrieben am Februar 20th, 2009 in Tiere im Fernsehen, Wölfe von Elke Müller

“Die Überlieferung erzählt von einer “weißen Wölfin”, die einem Nomadenvolk am Ural einst geholfen haben soll. Der Pakt mit den Wölfen schien die Jahrhunderte zu überdauern. Doch dann kam alles anders.” Zitat des rbb-Fernsehens zur Rückkehr der weißen Wölfin.

Die neureichen Russen haben ein weiteres Hobby entdeckt. Die Großwildjagd! Mit modernen Jagdgewehren und auf rasanten Skijets jagen sie über die schneebedeckten Steppen und Täler des Urals. Bevorzugte Jagdbeute sind die Wölfe. Ohne Verständnis für ökologische Zusammenhänge in diesem Gebiet hetzen sie die majestätischen Tiere. Doch ein junger Wolfsforscher schafft es diese übermütigen Russen für die Wildnis und ihre Bewohner zu interessieren. Und plötzlich ist da eine weiße Wölfin …

RBB-Fernsehen – Samstag, 21.02.09 um 13.15 Uhr

Wölfen schmeckt auch Lachs

Geschrieben am September 2nd, 2008 in Wölfe von Elke Müller

Wenn die Lachse im Herbst die Flüsse hinaufschwimmen, um zu ihren Laichplätzen zu kommen, finden sich nicht nur die Bären dort ein, sondern auch die dort lebenden Wölfe. Die große Anzahl der Lachse reduziert die Nahrungskonkurrenz und so kann man etliche Bären und Wölfe an kanadischen Flußregionen beim Fischfang beobachten.

Friedrich Hartl - Fotolia

Wölfe leben nicht nur von Beutetieren wie Huftiere und Niederwild, sie verschmähen auch Beeren und Pflanzen nicht. Sobald aber die Lachssaison beginnt, ziehen sie zu den Flüssen. Ein Forscherteam der University of Victoria in Kanada beobachteten das Ernährungsverhalten von acht Wolfsrudeln in einem großen Gebiet in der Küstenregion von British Columbia.

Anhand der Kot- und Haarproben bestimmten sie, was die Wölfe in welcher Jahreszeit gefressen hatten. Im Herbst fanden sie in bis zu 70 Prozent der Kotproben Reste von Lachs. Lachs liefert den Tieren Fett und Energie, ist leichter zu fangen und ist eine willkommene Abwechslung im Nahrungsprogramm der Wölfe.

Quelle: Spiegel-Online

Foto: Friedrich Hartl – fotolia.com