Tigerpython zeigt Appetit auf “Mensch”

Geschrieben am Oktober 6th, 2008 in Reptilien von Elke Müller

Am Samstagnachmittag versuchte eine Tigerpython ihre Pflegerin zu verschlingen. Kaum vorstellbar. Die Tigerpython zählt zu den größten Schlangenarten der Erde. Sie kann vier bis sechs Meter lang werden und 100 Kilogramm Gewicht erreichen. Sie wird ungefähr 40 Jahre alt.

Tigerpython - Foto Tan Kian Khoon - fotoliaDie Polizei in Friedrichshafen teilte am Sonntag mit, dass in einem Reptilienhaus am Bodensee die Tierpflegerin durch eigene Massnahmen sowie durch herbeieilendes Personal und Besucher vor weiteren Schäden bewahrt werden konnte.

Python Antonia, dessen Terrarium die Pflegerin säuberte, bekam anscheinend Appetit und griff die Frau an. Die Riesenschlange klinkte ihren Kiefer aus und stülpte ihr Maul über das Gesicht der Pflegerin. Diese habe sofort ihre Daumen in die Kieferspalte der Schlange gepresst, um dem Schlingen des Reptils zu entgehen.

Weiteres Personal und Besucher sprühten Wasser in den Schlund des Tieres, um den Biss der Python zu lockern. Die Tierpflegerin kam mit dem Schrecken und leichten Wunden im Gesicht davon.

Foto: Tan Kian Khoon – fotolia.com

Schlangenfraß – Mutter klaut die Mäuse ihres Sohnes

Geschrieben am Dezember 7th, 2007 in Allgemein, Reptilien von Elke Müller

Nein, nein, nicht das was Ihr jetzt denkt! Es handelt sich hier nicht um “Mäuse, Moneten, Kohle, Zaster … oder so”! Sondern um Zuchtmäuse. Weil sie diese so niedlich findet und Mitleid mit ihnen hat, klaut eine Mutter ihrem Sohn die Mäuse. Natürlich heimlich. Denn der Sohn hat viele Mäuse.

Der Sohn hat sich auf Exoten spezialisiert. Als ausgebildeter Tierpfleger beherbergt er zuhause Schlangen, Echsen und andere Reptilien. Als Nahrung verwendet er u.a. Farb- oder sog. Buntmäuse, die speziell gezüchtet werden. Die sogenannten Terraristiker benutzen unterschiedliche Futtertiere für ihre Reptilien. Je nach Größe der Schlangen werden nackte Babymäuse gefüttert oder erwachsene Mäuse. Auch Rennmäuse und Ratten dienen als Futter für Schlangen. Natürlich müssen auch diese Tiere entsprechend den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes gehalten und versorgt werden. Fallen zuviele Futtertiere an, werden sie z.T. getötet (CO2-Vergasung) und eingefroren. Auch hierfür ist Sachkunde notwendig.

Und wie ist es Euch jetzt ums Herz, Ihr Nichtterraristiker? Siehste, genau wie Muttern! Man muss schon Schlangenfreund sein, um zu verstehen, dass andere Lebendtiere als Nahrung dienen. Ja, gut, Wildtiere fangen auch lebende Beute, um sie zu fressen. Aber das spielt sich nicht gerade vor unseren Augen ab. Wenn eine privat gehaltene Schlange so eine niedliche kleine Maus er- und dann verdrückt …! Ich kann diese Mutter verstehen.