Sumpfbiber oder Bisamratte an Nienburgs Meerbach

Geschrieben am Dezember 8th, 2008 in Nager von Elke Müller

Seit Oktober 2008 lebt ein weißer Nutria an den Ufern des Meerbach mitten in der norddeutschen Stadt Nienburg/Weser. Der auch als Sumpfbiber bekannte Nager schweint sich in der Nähe des Neumarkt-Parkplatzes am Wasser angesiedelt zu haben.

NutriaVorgestern sahen wir ihn ohne Scheu im Wasser schwimmen und am Ufer Pflanzen kauen. Dort entstand das leider unscharfe Foto von Anne Delventhal. Man könnte den Nager auch für eine Bisamratte halten, da sein Schwanz eher dem einer Ratte ähnelt als dem abgeflachten Schwanz eines Bibers.

Tatsächlich gehören diese Tiere weder zu den Bibern noch zu den Bisamratten. Sie gehören zur Familie der Biberratten und sind mit den Meerschweinchen verwandt. Sie können bis zu 10 Kilogramm wiegen. Inklusive Schwanz erreichen sie eine Länge zwischen 65 bis 105 Zentimeter und ein Alter zwischen sechs und zehn Jahren.

Die Monstermaus – der Bruder von Ratte und Wasserschwein

Geschrieben am Februar 6th, 2008 in Allgemein, Nager von Elke Müller

Josephoartigasia monesi – so heißt die Monstermaus. Paläontologen haben in Uruguay den Schädel eines Urtieres entdeckt. Nach Berechnungen und Vergleichen mit Nagern stellten die Wissenschaftler fest, dass der Riesennager ca. zwei bis vier Millionen Jahre alt ist, etwa 1.200 Kilogramm gewogen haben muss und seine Schneidezähne mehrere Zentimeter lang waren.

Das größte lebende Nagetier in unserer Zeit ist das südamerikanische Wasserschwein, dass bis zu 60 Kilogramm schwer werden kann. Andere Nager bringen kaum mehr als 0,5 bis 2 Kilogramm auf die Waage.

Allerdings glauben die Forscher, dass die Riesenmaus aufgrund seiner Zähne ein reiner Pflanzenfresser war und sich hauptsächlich in Flussdeltagebieten aufhielt. Wie die “Royal Society in London” online vorab berichtete, könnten andere Urtiere in dieser Zeit weitere große Nagetiere, fleischfressende Vögel sowie der Säbelzahntiger gewesen sein.

Das Foto von der Maus in der Falle

Geschrieben am Januar 27th, 2008 in Nager von Jörg Schumacher

Die Maus in der FalleEs ist geschafft – mit viel Geduld und mehreren Amarettini hatten wir die Maus wohl daran gewöhnt, dass die Falle etwas Leckeres bietet. Vermutlich war die Maus irgendwann leichtsinnig – schnapp, und die Falle war zu.

Wie versprochen habe ich die Maus weit weg von Haus ausgesetzt: So hat sie sicher mehr Überlebenschancen, als wenn ich die Falle vor der Nase der Katze geöffnet hätte.

[Foto: LG Viewty, Jörg Schumacher]

Das weiß doch jedes Kind: Die Haselmaus macht Winterschlaf

Geschrieben am Januar 26th, 2008 in Heimische Tierwelt, Nager von Jörg Schumacher

Eigentlich hätte die Kandidatin bei der Sendung “Das weiß doch jedes Kind” im Ausschlussverfahren selbst darauf kommen können, dass von den vier genannten Tieren die Haselmaus diejenige ist, die Winterschlaf hält. Sie war allerdings eher der Meinung das Kaninchen Winterschlaf halten, was nun wieder nicht richtig war. Aber es ist sicher einfacher, die Fragen vor dem Fernseher als darin zu beantworten.

Aber zurück zur Haselmaus – Wikipedia schreibt :

Die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) ist ein mausähnliches, nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche (Gliridae). Sie wiegt 15 bis 40 Gramm und wird knapp 15 cm lang, fast die Hälfte der Länge entfällt dabei auf den Schwanz. Das Fell ist gelbbräunlich bis rotbräunlich mit einem weißen Fleck an Kehle und Brust, am Schwanz meist etwas dunkler … Den Winterschlaf verbringt sie in einem anderen, frostsicheren Nest in Erdhöhlen oder Baumstümpfen.

Ich finde, es lohnt sich immer wieder, den Fragen aus der Sendung im Nachhinein auf den Grund zugehen …

Die Maus im Haus und ich

Geschrieben am Januar 16th, 2008 in Heimische Tierwelt, Nager von Jörg Schumacher

Es ist wie immer: Wenn die Maus im Haus ist, nutzen selbst zwei frei laufende Katzen nichts. Diese sind draussen, die Maus ist drin. Erfahrungsgemäß ist es wohl auch nicht nur eine Maus, aber das wird sich noch klären.

Jedenfalls hat das übliche Spielchen schon wieder begonnen: Ich lade die Lebendfalle, diesmal mit Amarettini. Die Maus freut sich und nascht die Kekse. Zwei Resultate bisher: Kekse alle, Falle zu, keine Maus drin. Kekse alle, Falle offen, keine Maus zu sehen.

Ich bin echt gespannt, wie lange das Spiel diesmal geht. Eines steht aber schon fest: Falls sich eine Maus lebend in der Falle fängt, wird sie weit weit weg ausgesetzt und keinesfalls den Katzen übergeben – das wäre unfair.

Mäusekot sicher entfernen – Schäden für die Gesundheit vermeiden

Geschrieben am Januar 6th, 2008 in Nager von Jörg Schumacher

Unser Blog wird häufig besucht, um zu erfahren, wie Mäusekot aussieht. Das hat sicher seinen Grund, denn von Mäusekot gehen Gefahren für die Gesundheit aus. Es sind häufig Meldungen über den Zusammenhang von Mäusekot und dem Hantavirus, die das Bewußtsein schärfen, sorgfältig mit eventuellem Nagerkot umzugehen.

Das Meerschweinchen ist todkrank – wie sag’ ich es meinem Kind?

Geschrieben am August 21st, 2007 in Allgemein, Erlebnisse, Nager von Elke Müller

Hilferuf eines Vaters am späten Abend. Eines der beiden Meerschweinchen des Sohnes war erkrankt. Es schien, als ob das Meerschweinchen eine Erkrankung hatte, an der schon vor einigen Monaten sein Brudermeerschweinchen gestorben war. Der ratlose Tierarzt konnte bis dato nicht herausfinden, um welche Erkrankung es sich hierbei handelte.

Das rotbraun-weiße Meerschweinchen war sehr apathisch und wollte nicht fressen. Es ging ihm offensichtlich nicht gut. Es hatte sich in seine Höhle zurückgezogen. Das zweite Meerschweinchen war gesund und putzmunter und pfiff quiekend, wenn der kleine junge Mann nach seinem kranken Tier schaute.

Da nun Bettzeit war einigten sich Eltern und der Sechsjährige, wenn in der Nacht etwas sein sollte, dann würde man den Jungen wecken. Der Vater war sehr in Sorge, wie dem Sohn beibringen, wenn das Meerschweinchen in der Nacht stürbe. Sollte er ihn tatsächlich aufwecken. Und wie dem Sohn am nächsten Morgen beibringen, wenn man das Sterben des Tieres versäumt hätte, weil man selbst zu müde war, um Wache zu sitzen. Der Junge musste am nächsten Tag zur Schule, was wenn das Meerschweinchen in der Nacht verstirbt. Kann er dann in seiner Trauer überhaupt zur Schule? Oder sollte man alles verschweigen und das Meerschweinchen schon mal beerdigen?

Fragen über Fragen. Ich wußte nicht so genau, wer von den beiden -Vater oder Sohn – mehr ergriffen war von der ganzen Situation. Mein Rat an den Vater: Kinder können recht gut mit Situationen umgehen, in denen ein Lieblingstier krank ist oder stirbt. Man sollte ihnen nichts verheimlichen und sie Anteil haben lassen. Schließlich sind es die Tiere der Kinder, um die sie sich kümmern und sorgen. Sollte sich der Zustand des Meerschweinchens in der Nacht verschlimmern, den Sohn wecken und fragen, ob er bei seinem Meerschweinchen sein möchte. Es wird sicherlich eine Reaktion des Kindes kommen, aus der sich Weiteres ableiten lässt.

So war es dann auch. In der Nacht wurde der Junge kurz geweckt und über den Zustand des Lieblingstieres informiert. Er sagte: “Mama, sagst du mir morgens Bescheid?” Das Meerschweinchen starb in der Nacht. Die Mutter sagte ihrem Sohn morgens, dass es sanft eingeschlafen ist. “Mama, ich gehe jetzt in die Schule. Kannst du es bitte beerdigen!” Und so ist es geschehen. Der kleine Junge hat selbst entschieden, was er möchte – dabei sein oder es so in Erinnerung behalten, wie er es zuletzt gesehen hat. Er schaute das Grab an, welches seine Mutter im Garten ausgesucht hat und war zufrieden, dass sein Meerschweinchen jetzt neben seinem Bruder einen schönen Platz hat.

Ein Knall – eine Bewegung – Hilfe! – Einbrecher!

Geschrieben am August 11th, 2007 in Erlebnisse, Nager von Elke Müller

Schreck in der Morgenstunde! Lutz döst im Bett noch ein wenig vor sich hin, bevor der normale Wahnsinn ihn wieder einholt. Plötzlich ein Geräusch, ein Knall am offenen Fenster (unsere Fenster gehen nach außen auf und können festgestellt werden), der Fensterflügel klappert und mit einem Satz kommt Lutz aus dem Traum in die Realität zurück.

fenster-des-versuchs.jpgEr traut seinen Augen nicht! Oben auf dem Fensterflügel trohnt ein braunes Eichhörnchen, beugt sich vor und lugt unter dem Fensterholm ins Schlafzimmer. “Jetzt wird’s ja wohl ganz verrückt!”, meint Lutz. “Hau ab, du frecher Kerl.” Das Eichhörnchen, welches den Weg über unser Garagendach fand und mit einem Satz oben auf dem Fensterflügel gelandet war, drückt sich ebenso erschrocken am Fenster ab, landet auf dem Boden der Garageneinfahrt und hechtet in wilden Sätzen aus unserer Einfahrt, quer über die Straße in den rettenden Eichen- und Buchenwald gegenüber.

Die Eichhörnchen lieben unseren etwas verwilderten Garten. Da wir in der Regel nicht alles wegräumen und im Herbst abschneiden, finden Vögel, Eichhörnchen, Igel, Mauswiesel und andere Tierarten auch im Winter genug Nahrung. Die Eichhörnchen turnen in den Hecken und auf den Bäumen entlang. Sie erkunden alles, so auch das Dach des Haupthauses und das der Garage. Und wie man sieht, versuchen sie auch den “Einbruch” ins Haus.

Xylophon spielen Meerschweinchen leider nicht!

Geschrieben am März 5th, 2007 in Nager von Elke Müller

Beim Surfen fand ich diese interessante Website. Das Meerschweinchen-ABC. Eine Seite, die Kinder von A-Z über Meerschweinchen informiert. Unter „S“ wird die Sprache dieser lustigen Hausgenossen beschrieben. Die Kinder – und ich – lernen, dass quiekendes Pfeifen, welches nur dem Menschen gegenüber gezeigt wird, Futterbetteln bedeutet. Wenn der aus Südamerika stammende Nager brummt, grunzt oder sogar knattert, dann versucht das Männchen den Weibchen zu imponieren. 

Der Buchstabe „B“ weist uns darauf hin, dass Meerschweinchen gar nicht gerne baden. Und unter „G“ finden wir giftige Pflanzen wie Herbstzeitlose, Hundspetersilie, Schierling, Tollkirsche, Goldregen und Eibengewächse, die für Meerschweinchen bestimmt nicht geeignet sind. „H“ wie Herkunft erklärt, dass das wildlebende Meerschwein auch heute noch in Peru, Ecuador und Kolumbien zu finden ist. Die Inkas genossen ihr Fleisch und boten sie ihren Göttern als Opfergabe dar. Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier als erstes die Meerschweinchen nach Europa.