Camomille, die Charolais-Kuh wandert mit Abiturient durch Frankreich

Geschrieben am August 18th, 2008 in Allgemein,Heimische Tierwelt von Elke Müller

Na, das ist mal was anderes! Der 17jährige Hadrien aus dem französischen Valanjou will 1200 Kilometer mit seiner Lieblingskuh durch sein Heimatland wandern. Wie der Spiegel berichtet, hat der junge Franzose auf dem Biobauernhof seiner Eltern eine junge Kuh auserwählt, der er innerhalb eines Jahres beibrachte, sein Gepäck zu tragen, neben ihm herzugehen und eine treue Begleiterin zu sein.

Dabei interessiert Hadrien auch das Abenteuer. Er übernachtet da, wo sich gerade ein Plätzchen findet. Auf der Wiese im Zelt neben der Kuh Camomille oder bei Menschen, die er auf seiner Reise kennenlernt und die ihm und seiner vierbeinigen Freundin Unterkunft gewähren. Die junge Kuh der Fleischrasse Charolais hat durchgehend naturfarbenes Fell und ist damit in der Öffentlichkeit gut zu erkennen.

Der Abiturient will sich ebenso von Pflanzen ernähren wie seine Kuh Camomille. Pro Tag werden die beiden Wanderer 20 Kilometer zurücklegen, so dass sie ungefähr 60 Tage unterwegs sein werden. Finanziert wird die Reise von Hadrien und Camomille mit 1000 Euro durch eine französische Stiftung, die einmal im Jahr Reisegeld an Jugendliche vergibt.

Fernsehkoch Jamie Oliver erstickt Küken vor laufender Kamera

Geschrieben am August 11th, 2008 in Heimische Tierwelt,Tiere im Fernsehen von Elke Müller

Wie der Deutsche Tierschutzbund e.V. in seiner Pressemeldung berichtet, hat der britische Starkoch Jamie Oliver in seiner Fernsehshow “Jamies Hühnerhölle” am 14.07.08 lebendige, männliche Küken erstickt. Dabei geht er auf die gängige Praxis in der europäischen Hühnerzucht ein.

Küken - Foto Anyka - fotoliaAlle männlichen Küken – davon alleine 45 Mio. in Deutschland – werden nach dem Schlüpfen aussortiert und in Maschinen – sogenannten Homogenisatoren – zu Tode geschreddert. Warum? Weil sie keine Eier legen können und damit für die Landwirtschaft nicht profitabel sind.

Die weiblichen Küken werden später als Hennen in kleine Gitterkäfige gesperrt, wovon sie nicht mehr Platz haben als ihre eigene Körperfläche. Dort werden sie benutzt zur Masseneierproduktion. Andere Hennen wiederum werden zum Hochleistungsmasthuhn in enge Stallhaltung gepfercht. Das rasante Wachstum verursacht Beindeformationen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele der Hennen sterben am schnellen Herztod oder an Leibeshöhlenwassersucht.

Mahlzeit!

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Es geht nicht ohne Spinnen …

Geschrieben am August 7th, 2008 in Erlebnisse,Heimische Tierwelt von Elke Müller

Im Auto sitzend und den Gedanken nachhängend bemerke ich etwas Krabbelndes auf meinem Kopf. Ich fahre mit der Hand über die Haare und ein kleines Objekt fällt auf meinen Oberschenkel. Ich wische nochmal und das Objekt hängt an meiner Hand. Da erst schaue ich richtig hin und … igittttt … eine Spinne! Braun und mit einem grünschimmernden dicken Hinterleib versucht sie mich ebenso schnell loszuwerden wie ich sie. Durch die Schüttelbewegung meiner Hand fliegt sie in den Fußraum.

Na super! Jetzt kann ich mir die ganze Fahrt Gedanken machen, ob das Spinnentier irgendwo wieder an mir emporklettert. Am Besten ich halte auf einem Parkplatz und durchsuche mein Auto. Dazu habe ich aber auch keine Lust, also entschließe ich mich das Krabbeltier in meinem Umfeld zu dulden. Nicht dass ich panische Angst vor Spinnen hätte, aber auf mir herumkriechen müssen sie nicht!

Tote HausspinneAuch in unserem Haus und außen herum gibt es reichlich Spinnen. Im Haus und im Keller halten sich einige Hausspinnen (Tegenaria atrica) auf. Die im nebenstehenden Foto ist leider tot, vermutlich weil sie im Keller keine Nahrung fand. Sie bauen trichterförmige Netze und halten sich darin auf. Die männlichen Tiere sind auf der Suche nach Weibchen in der Nacht im Haus unterwegs und ich sehe ab und zu eine blitzschnell über den Boden flitzen  oder die Wände hochlaufen. Mit ihren langen Beinen und dem schmalen braunen Körper gehört die Hausspinne neben der Kreuzspinne (Araneus diadematus) zu den bekanntesten Spinnenarten in Deutschland.

Netz der Hausspinne

Die Kreuzspinne sitzt meistens mitten in ihrem Netz, dass wie ein Radnetz aussieht, deshalb gehört sie in die Kategorie der Radnetzspinnen (Araneidae). Sie findet sich außen an Häusern, in Gärten sowie in Feld und Flur wieder. Dort spannt sie ihr Netz zwischen Gräsern, Blumen und anderen Pflanzen, um dort vorbeifliegende Insekten zu fangen.

Aspisviper – Das weiß doch jedes Kind

Geschrieben am Juli 26th, 2008 in Heimische Tierwelt von

Zwei Giftschlangenarten in Deutschland? Ich kannte nur die Kreuzotter und musste die Aspisviper nachschlagen. Diese ist tatsächlich eine in Deutschland vorkommende Giftschlangenart. Da sich das Verbreitungsgebiet in Deutschland auf den südlichen Schwarzwald beschränkt, muss ich mir aber keine Gedanken darüber machen, dass ich bei der Sendung “Das weiß doch jedes Kind” das erste Mal von dieser Schlange gehört habe.

Hummeln unterm Rindenmulchsack

Geschrieben am Juni 22nd, 2008 in Bienen,Heimische Tierwelt von

Eine kleine Überraschung war es schon, als ich gestern einen Sack Rindenmulch vom Stapel nahm – das vermeintliche Mäusenest darunter entpuppte sich als Hummelnest. Ich vermute nur, dass die im Video sichtbaren Insekten Hummeln sind und bin für jede weitere Erklärung dankbar.

Den entnommenen Sack habe ich durch einen Stein ersetzt, heute war dort rege Bautätigkeit.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Freundliche Bienen

Geschrieben am Juni 8th, 2008 in Bienen,Heimische Tierwelt von

Bienen die NICHT pieksen” oder “Leben am Insektenhotel” – unter diesem Titel könnte mein Beitrag auch stehen. Gerade streife ich so durch die unendlichen Weiten des Internet, da kommt mir ein Blog unter, bei dem es um Nachhaltigkeit und umzu geht. Zugegeben, ich habe mich dort besprochen gefunden und war eitel genug, dort nachzulesen. Vieles was in diesem Blog zu lesen ist, trifft meine Interessen und deckt sich mit meinen Überzeugungen. Doch hier geht es in erster Linie um ein kleines Video von einem Insektenhotel, das trotz schlechter Qualität sehenswert ist.

Insektenhotel bezeichnet eine künstlich geschaffene Nisthilfe für Insekten, die in unserer geordneten Kulturlandschaft nur noch unzureichenden Lebensraum finden.

Baubeschreibung Größeres Insektenhotel

Baubeschreibung Florfiegenkasten und Insektenhotel

Hmm, mein Insektenhotel (ein alter Eichenbalken aus einem Abbruchhaus) ist nicht ganz so eindrucksvoll – vielleicht wird er auch noch angenommen.

Eike Elser 08-06-2008

Und über uns fliegen die Fledermäuse …

Geschrieben am Juni 8th, 2008 in Heimische Tierwelt von Elke Müller

Da sitzt man bei diesen Temperaturen mit einem kühlen Getränk bestückt am Abend im Garten und genießt die leichte Brise, die einem nach dem schwülen Tag umfächelt. Die nervenden Insekten lassen einen nunmehr auch in Ruhe, denn wir haben uns mit entsprechenden Wirkstoffen eingerieben. Die Dämmerung schreitet voran, die ersten Sterne blinken, ab und zu zwitschert noch ein Vogel.

Die Wildgänse kommen …

Geschrieben am Mai 9th, 2008 in Heimische Tierwelt von Elke Müller

Meistens im Frühjahr und Herbst versammeln sich in den Auen, an den Kiesteichen und im Landschaftsschutzgebiet sowie im Moor zahlreiche Wildgänse. Ein prachtvolles Schauspiel!

Gänse auf den Feldern

Sie sind sehr scheu. Nähert man sich, fliegen sie auf und davon. Mein Zoomobjektiv reichte nicht aus, um scharfe Bilder zu bekommen. Trotzdem kann man erkennen, dass es sich um Nilgänse handelt. Eine Halbgansart, die sich in den letzten Jahren immer mehr bei uns im Landkreis Nienburg/Weser niederlässt.

Fliegende Nilgänse

Ursprünglich kommt die Nilgans aus Afrika. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde sie in Europa in den Zoos, in Parks und Menagerien gehalten. Von dort aus hat sie sich in Europa verbreitet. Sie ist ein recht bunter Vogel und kommt auf ein Gewicht zwischen 1900 Gramm bis zu 2500 Gramm. In Deutschland ist sie überwiegend am Niederrhein zu finden, aber auch in Parkanlagen und an Baggerseen.

Nilgänse nisten sehr territorial, d.h. sie lassen keine anderen Entenvögel inNilganspaar ihrer Nähe zu. Sie brüten auf Bäumen, auf dem Boden, auf Häusern und in Büschen, aber immer in der Nähe von Gewässern. Allerdings liegt die Sterblichkeitsrate der Jungvögel in der Brutsaison bei ungefähr 50 Prozent. Sie ernähren sich pflanzlich, auch von den Mieten der Bauern auf den Feldern, was möglicherweise die Bestandszunahme der Halbgans fördert. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist die Nilgans besonders geschützt.

Der Igel in der McDonald’s-Falle

Geschrieben am Februar 28th, 2008 in Allgemein,Heimische Tierwelt von Elke Müller

Immer wieder landeten Igel vom süßen Duft angezogen mit dem Kopf in unachtsam weggeworfenen McDonald’s Eisbechern. Sie leckten die Süßspeise vom Becher ab und versuchten anschließend das Plastikteil wieder loszuwerden. Aber durch die Stacheln des Igels verkantete sich das Tier im Becher. Es konnte weder hinein noch heraus. Das bedeutete den qualvollen Tod des Igels.

hedgehog © AZ #881943

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) benötigte fast zwei Jahre McDonalds dazu zu bewegen, die Öffnungen der Eisbecherdeckel so zu verkleinern, dass die Igel durch diese Becher nicht mehr zu Schaden kommen können. Die Aktion der Eisbecher mit igelsicheren Deckel läuft seit Anfang Februar 2008.

Foto: c AZ – fotolia.com

Die Amsel, der Apfel und der Bahnhof

Geschrieben am Februar 19th, 2008 in Allgemein,Heimische Tierwelt von Elke Müller

Amsel ergattert ApfelWas hat die Amsel, der Apfel und der Bahnhof gemeinsam? Eigentlich nichts! Der Zufall spielte hier eine Rolle. Ich verließ den Bahnhof, an dem ich mit den Therapiebegleithunde-Teams gearbeitet hatte, um zu meinem Auto auf dem Bahnhofsparkplatz zu gehen.

Gleich zu Beginn des langgestreckten Parkplatzes befinden sich die Behindertenparkplätze. Während dort gähnende Leere herrschte, waren die hinteren Plätze gut gefüllt. Das einzige was sich auf den vorderen Parkplätzen tummelte, war besagte Amsel. Der schwarze Vogel hackte mit aller Kraft in einen angebissenen Apfel. Sicherlich hatte ihn jemand weggeworfen.

Günstig für das Amselmännchen. Er rollte den Apfel und suchte die weichen Stellen, stocherte mit seinem gelben Schnabel darin herum, um die Leckerbissen gierig hinunterzuschlucken. VorbeigehendeAmsel tut sich an einem Apfel gütlich Menschen nahmen keine Notiz von dem Vogel. Auch der Amselrich interessierte sich nicht für die Menschen. Anscheinend war er sie gewohnt und wußte, dass keine Gefahr von ihnen ausging.

Als er jedoch des Hundes ansichtig wurde, hielt er mit seinem Hämmern inne, duckte sich etwas ab und beäugte mit seitlich zurückgelegtem Kopf mißtrauisch den Vierbeiner. Der Hund hielt sich zurück – obwohl er gerne das Federtier näher untersucht hätte – und damit war die Gefahr für den hungrigen Vogel gebannt. Die Amsel gab ihren Apfel am Bahnhof nicht auf.

Fotos: Elke Müller

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