Amsel, Tauben, Meisen, Finken, Spatzen auf dem Großflughafen Neustadt
Der derzeitige schneereiche Winter verwandelt den Garten meiner Eltern in einen Großflughafen für Gartenvögel. Eine der großen Lebensfreuden meiner alten Mutter ist die Winterfütterung der Gartenvögel. Täglich versorgt sie dreimal ein Futterhaus und drei weitere Hängeampeln mit Futter.
Ungefähr fünf Wochen vor Weihnachten 2009 beschaffte ich meiner Mutter zwei Säcke á 25 Kilogramm Winterfutter für Vögel, in der Annahme, dieses Futter würde sicherlich für die ganze Saison ausreichen, um ihre geliebten Vögel zu versorgen. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als eine meiner Schwestern direkt nach Weihnachten losgeschickt wurde, um Nachschub zu besorgen. Sack Nr. 3 wurde gekauft.
Bereits eine Woche später – Anfang Januar – erhielt ich die verzweifelte
Meldung meiner Mutter: “Susi, die Vögel hungern!”. Nun war ich wieder an der Reihe. Ich kaufte die Säcke Nr. 4 und 5 (erreichte Gesamtmenge hiermit 125 Kilogramm!!!). Nachdem ich die Säcke 4 und 5 in der Garage meiner Eltern verstaut hatte, nahm ich im Wohnzimmer meiner Eltern Platz und riskierte einen ungetrübten Blick in den Garten.
Es hat mir schier den Atem verschlagen: An den Futterstellen zählte ich mindestens: 30 bis 36 Airbus und Boeing (Ringeltauben) auf dem Boden. Ungefähr weitere 10 Ringeltauben im Landeanflug von der benachbarten Eiche. Dazu eine nicht näher zu bestimmende Anzahl an verschieden lackierten Chessna`s, als da wären: Kohlmeisen, Grünfinken, Spatzen, Buchfinken, Mönchsmeisen. Hier kann ich nur schätzen, aber es waren sicherlich insgesamt mehr als 100 kleinere Gartenvögel.
Auch gesichtet wurden bereits Eichelhäher und ein Großraumtransporter (Fasan). Heute verzeichnete meine Mutter leider einen terroristischen Anschlag auf die Chessna`s: Eine Krähe hat vor ihren Augen eine Meise erlegt. Das hat meine Mutter sehr getroffen.
Fortsetzung folgt.
Autorin: Susi Schmidt
Fotos: Elke Müller






Bei Temperaturen von -14 Grad Celsius und niedriger finden sich die Vögel an Futterplätzen und entsprechenden Vegetationen ein, die ihnen Nahrung bereit halten. Drei verschiedene Meisenarten leben hier bei uns, die bekanntesten sind die Kohl- und die Blaumeise. Manchmal lassen sich auch paarweise die zierlichen Tannenmeisen blicken. Sie fliegen die Meisenknödel und die Meisenringe häufig am Tag an, hängen kopfüber daran und picken zusammen mit dem Fett die Körner heraus. Zwischendurch werden die Schnäbel an den Ästen gescheuert.


Jedes Jahr stellen sich viele Menschen die gleiche Frage. Sollen im Winter die Vögel gefüttert werden oder nicht? Keine Frage, wenn es eine geschlossene Schneedecke gibt. Aber wann fängt man dann mit dem Füttern an? Und wieviel und welches Futter soll gegeben werden? Kann das Futter auf dem Boden liegen oder muss es in Behältern aufgehangen werden? Was ist an Hygiene zu beachten?
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