Taub durch Pfeifen

Geschrieben am Juli 24th, 2008 in Erlebnisse,Hunde von Elke Müller

Wie kann ein lautes oder dauerhaftes Pfeifen eine komplette Taubheit auslösen?

Nach dem langen Weg zum Training in Schweden angekommen, bemerkte ich, dass mein Dackel auf dem Spaziergang nicht gehorchte. Er konnte nicht, er war komplett taub. Das kam so:

Es war eine Woche Training in Schweden angesagt. Meine Freundin und ich fuhren mit ihrem Auto ein paar Tage früher los, mit einer geliehenen Dachbox auf dem Autodach, die wir am Tage zuvor montiert hatten. Der Dackel im Fußraum vorn, die anderen Hunde (beide bereits leicht ertaubt, da 14 und 16 Jahre alt) hinten.

Beitrag von Stefanie Meermann – www.hundesprache.com

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Was übrig bleibt … RTL-Interview über Beissattacken

Geschrieben am Juli 18th, 2008 in Erlebnisse,Hunde von Elke Müller

Die Anfrage aus der RTL-Redaktion, ob ich als Expertin zum Verhalten von beissenden Hunden etwas sagen könnte, habe ich mit “Ja” beantwortet. Der Termin sollte schnellstmöglich stattfinden und so trafen wir uns in Bremen. Ungefähr zehn Minuten erklärte ich dem Interviewer sowie dem Kameramann, warum ich keine Stellungnahme zu dem Vorfall der durch einen Pitbull-Terrier schwerverletzten, zweijährigen Georgina abgeben kann, da alle Aussagen reine Spekulation wären.

Die vorhandenen Kenntnisse über die Attacke des Pitbull-Terriers gegen das kleine Mädchen sind unklar, d.h. es gibt mehrere Versionen. Dazu benötigt man Informationen über Herkunft, Aufzucht, Sozialisierung, Erziehung, Haltung, Verhalten und über die Menschen, die mit den Hunden lebten oder in Berührung kamen. Nachdem die Hunde getötet worden sind, können keine medizinischen sowie Untersuchungen über das Verhalten mehr stattfinden.

In weiteren fünfzig Minuten wurden dann Aufnahmen gemacht von einem Pitbull- und zwei Staffordshire-Terriern, die gerade von uns trainiert werden. Der Kameramann wollte gerne Nahaufnahmen haben von dem Kopf eines Staffordshire-Terriers, der gerade ein Leckerchen von der Hand nimmt. Er nahm es mit dem Zoomobjektiv auf. Das Interview bezog sich immer wieder auf den bereits erwähnten Beissvorfall und die “bösartigen” Pitbull-Terrier. Dabei erwähnte ich, dass die letzten beiden Wochen gezeigt haben, dass es eben nicht nur diese Hunde sind, die Kinder attackiert haben, sondern auch Rassen wie Dogge, Rottweiler und Dobermann.

Nachdem ich zusätzlich abgelehnt habe, an einem Hund zu zeigen wie man sich vor Bissen wehren kann (O-Ton Interviewer: “Können sie nicht mal zeigen wie sie ihm mit der flachen Hand auf die Schnauze hauen!”), denn es muss für unerfahrene Menschen auch umsetzbar sein, fragte der Interviewer noch, was man denn meiner Ansicht nach tun könnte. “Ruhig verhalten, nicht wegrennen, nicht schreien”, diese Antwort passte offensichtlich nicht in das Konzept.

Was übrig blieb … (sinngemäss) “andere Hunde beissen auch” – 0,20 Sekunden. Naja …! Ich wünsche sehr innig, dass die kleine Georgina überlebt und zu ihrer Familie zurückkehren kann und dass auch die anderen verletzten Kinder gesund werden und entsprechende Hilfe bekommen.

Whippet Söckchen – Windhund in Not

Geschrieben am Juli 8th, 2008 in Erlebnisse,Hunde von

Wenn ich sage, ich hätte die Hintergründe für den Notfall des 15-Monate alten Whippet-Rüden wirklich begriffen, dann wäre das übertrieben. Letztlich war es uns auch egal, der Notruf passte, der Hund brauchte ein neues zu Hause, bei dem er sich an anderen Hunden orientieren kann. Also haben wir uns auf den Weg gemacht, um uns den Hund zu besehen und vor allem um zu sehen, wie sich das Rudel mit ihm arrangieren würde.

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Vorgefundenen haben wir einen sehr schönen, etwas unsicheren Jungrüden, der vorsichtig Kontakt aufnahm und auch sonst relativ zurückhaltend agiert hat. Whippet-Hündin Jerry fand ihn interessant, hat ihn aber ignoriert. Den Annäherungsversuch des Rüden hat sie sich energisch verbeten – eine Warnung reichte. Neelix hatte seinen Spaß und vor allem Jeenah fand das neue Rudelmitglied toll.

Blue2Die Fahrt nach Hause war ein wenig unruhig, wir werden für weitere Fahrten mit den Hunden wieder neue Verhältnisse schaffen müssen. Irgendwie fand Söckchen, wie er mittlerweile heißt, keinen Platz im Fußraum vor den hinteren Sitzen.
Zu Hause angekommen sind wir die Sache erst einmal ganz ruhig angegangen. Ob er solche Sachen wie Sitz und Platz überhaupt kann, ist noch nicht raus. Das hat aber Zeit. Lernfähig ist er, wir haben aber auch immer einen Hund parat, der ihm zeigt, was wir wollen. Er ist jetzt den dritten Tag bei uns, schläft viel und entspannt immer mehr. Blue3Mittlerweile hat er auch schon gelegentlich mit Jerry das Körbchen geteilt – das wird vermutlich in Zukunft noch häufiger werden. Wir sind aber schon gedanklich darauf vorbereitet, dass sich demnächst die Situation verschärfen wird – eine neckische Hündin und einen potenten Jungrüden auf Abstand zu halten wird sicher nicht nur lustig. Wie es dann wirklich wird, werden wir sehen. Wer übrigens ebenfalls einem Windhund aus der Not helfen möchte, der sollte sich bei Windhunde in Not e.V umsehen.

Fliegende Hundehalter … oder Flughunde!

Geschrieben am Juni 17th, 2008 in Erlebnisse,Fun von Elke Müller

Mein Mann fuhr mit unserem beiden Hunden zum Brötchen holen in den Nachbarort. Auf dem Weg dorthin begegnete ihm im Feld ein Hundehalter, der seinen Rottweiler an einer sogenannten Rollleine führte. Der recht groß gewachsene Rottweiler stand im Kornfeld und beschnupperte eine Stelle.

Mein Mann führte unsere Hunde an der Leine und rollte mit dem Fahrrad langsam das leichte Gefälle hinunter. Der andere Hundehalter beobachtete die Situation. Sein Hund bemerkte unsere beiden Rüden zunächst nicht. Plötzlich hob er den Kopf, sah die beiden Rüden und schoß brüllend aus dem Kornfeld. Mit beiden Händen hielt der Mann das Ende der Rollleine fest. Irgendwann war für den Hund die Leine zu Ende.

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Nicht wie die Dame im Video und ihrer Dogge flog der Hundehalter hinter seinem Hund her, nein, Leine und Kettenhalsband stoppten den Rottweiler derart ruppig, dass er einen Salto drehte und auf dem Rücken landete. Der Lerneffekt für diesen Hund? “Die Toller fügen Schmerz und Schreck zu!” Wie wird die nächste Begegnung aussehen?

Pointe von der Geschichte: Am Grundstück des Hundehalters steht ein Schild “Der Rottweiler, ein Hund für Jedermann”!

Was tun meine Hunde, wenn ich weg bin?

Geschrieben am Juni 12th, 2008 in Erlebnisse von

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Wer seine Hunde allein im Garten lassen kann, der wird sich sicher die Frage stellen “Was tun meine Hunde, wenn ich weg bin?”. Aus Erfahrung kann ich sagen: Die Hunde warten auf unsere Rückkehr. Ich kann über die Webcam gelegentlich nachschauen und weiß daher: Ohne uns ist alles doof. Egal ob Knochen oder genügend Platz zum Spielen, es wird gewartet. Elkes Toller waren heute allein zu Besuch – das Bild zeigt eine Momentaufnahme, die sich nur selten verändert hat.

Gefährliche Insekten in den Wäldern der Rhön

Geschrieben am Juni 4th, 2008 in Erlebnisse von Elke Müller

Auf meiner Rückfahrt von Oberfranken im Freistaat Bayern nach Niedersachsen passierte mir Seltsames. Die Fahrt ging von der ehemaligen Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Coburg-Gotha, der kreisfreien Europastadt Coburg, über Landes- und Bundesstraßen Richtung Fulda. Die letzten Tage fiel kein Tropfen vom Himmel, die Erde in Coburg war trocken und der Lehmboden rissig. Die Temperaturen lagen bei 35 Grad Celsius im Schatten. Da ich meine Hunde dabei hatte, beschloss ich in den kühler werdenden Abendstunden zu fahren.

Whippet sabotiert Computer

Geschrieben am Februar 29th, 2008 in Erlebnisse von

Seitdem unser Whippet Jerry den Schwips vom Likör hatte, scheint sie magisch von allen Gläsern angezogen zu sein. Diesmal war es Tomatensaft hinter der Computer-Tastatur – ich hörte nur den Stuhl noch rutschen, als ich zur Tür hereinkam. Also wieder raus, Küchenpapier holen, um die Sprenkel wegzuwischen. Komme nur Sekunden später wieder ins Büro, lief das Whippet mit der Chipstüte (fettarm!) überm Kopf durchs Home-Office. Leider versagte genau in diesem Moment die Kamera – das Bild hätte hier gut gepasst. Und die Krönung: Das Whippet scheint Tastenkombinationen zu kennen, die einen PC abstürzen lassen – Zwangspause zum neu starten und Verluste sichten: Es war alles Nötige gespeichert. Uff.

Die lustige Welt der Tiere

Geschrieben am Februar 12th, 2008 in Erlebnisse von

Der etwas ältere Film “Die lustige Welt der Tiere” zeigte unter anderem Affen und Elefanten, die sich mit vergorenen Früchten berauscht hatten. Bei uns hätte eine Szene für den Film “Der betrunkene Hund” gedreht werden können. Unsere Whippethündin Jerry nimmt bei jeder Gelegenheit einen Schluck Tee zum Frühstück – natürlich nur, wenn es niemand sieht. Gestern abend aber war das Gläschen Sahnelikör alle, die “Schuldige” taumelte ein wenig später durch den Raum. Sie hat es aber gut überstanden und ein “Kater” war ihr heute auch nicht anzumerken. Vermutlich wird sie das “Erlebnis” nicht davon abhalten, jede Unaufmerksamkeit unsererseits mit einem tiefen Blick ins Glas zu bestrafen …

Geht’s noch oder wie dreist muss man eigentlich sein?

Geschrieben am Februar 7th, 2008 in Allgemein,Erlebnisse von Elke Müller

Es geschehen Dinge im Alltag, die einem doch glatt den Draht aus der inzwischen windschiefen Mütze hauen! Meldet sich doch eine Hundehalterin, deren Rüde u.a. eine Leinenaggression gegen aufmüpfige Artgenossen zeigt. Das erste Treffen verschaffte mir einen Überblick von Halterin und Hund.

Das sah recht ordentlich aus. Schnell zeigte sich, was in einer bestimmten Situation an der Leine ablief und wo der Fehler lag. Die Aggressivität und das Toben an der Leine werden wir mit gezieltem Training und der Wissensvermittlung hundlichen Verhaltens in den Griff bekommen. Die junge Frau fragte vieles nach und und es stellte sich heraus, dass sie nicht ganz ahnungslos war.

Bin ich es oder bin ich es nichtAufgrund der Namensgleichheit mit einer hiesigen Hundeschule fragte ich im Beisein meiner Hospitantin, ob sie mit dieser Hundetrainerin etwas zu tun hätte. Sehr schnell kam die Antwort: “Nein!”. “Naja”, sagte ich “es gibt da ja einige Personen mit diesem Namen.” “Ja, das sind drei Familienclans, aber wir haben nichts miteinander zu tun”, antwortete sie.

Nach einigen Tagen erzählte mir meine Hospitantin, dass sie mit einer anderen Kundin darüber gesprochen habe und diese hätte ihr die Hundetrainerin gleichen Namens, den Hund und das Auto genau beschrieben. Ja und … was glaubt ihr? Bingo! Meine Kundin ist diese Hundetrainerin!

Blöd, dass ein anderer meiner Kunden einen Flyer dieser Hundeschule hatte, auf dem Festnetz und Mobilnummer standen. Blöder, dass die junge Frau oder die sich selbst verneinende Hundetrainerin mich mit ihrem Handy anrief und dabei ihre Nummer übermittelte und die stimmte mit der auf dem Flyer überein. Geht’s noch?

Und am blödesten ist, warum lügt sie? Was will sie? Spionieren? Reichen die Kenntnisse über Hunde vielleicht doch nicht aus? Das Problem mit dem Hund ist ja offensichtlich. Was will sie eigentlich ihren Kunden vermitteln? Wie dreist muss man eigentlich sein …

Verwirrung beim Tierarzt

Geschrieben am November 7th, 2007 in Erlebnisse von

Nein, ich nenne keinen Namen, es war sicher nur der Stress in der Praxis. Aber geschmunzelt habe ich schon:

Ist das der Hund, der zur Herzuntersuchung für die Zuchtzulassung kommt?

Ja.

Ist der Hund kastriert?

(Kurze Pause) Nein!

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