Therapiebegleithunde-Teams lernen Umgang mit Rollstuhl

Geschrieben am Februar 18th, 2008 in Co-Therapeut Hund von Elke Müller

Wie steigt Hund aus dem ZugTraining mit den Therapiebegleithunde-Teams am vergangenen Wochenende am Bahnhof. Wie steigt man mit Hund in einen Zug ein und aus? Welcher Platz ist im Zug einzunehmen, wenn ein Hund dabei ist? Wo wird der Hund abgelegt? Was muss der Hundebesitzer auf dem Bahnsteig beachten, wenn er seinen Hund dort entlangführt? Wie gehen Mensch und Hund die langen Bahnhofstreppen hinauf und wieder herunter. Fahrstuhl betreten, auf den Bahnsteig fahren und Fahrstuhl verlassen.

Therapiebegleithunde werden nicht nur spezifisch auf die Arbeit mit Therapiebegleithunde-Team im SelbstversuchPatienten ausgebildet, sie müssen auch verkehrstauglich sein. Insofern werden die zukünftigen Co-Therapeuten in alltägliche Situationen gebracht und der Hundebesitzer ist gefordert, diese mit seinem Hund zu bewältigen. Alle Übungen werden vorher mit den Trainern abgesprochen und in Lernsequenzen aufgebaut.

Der Therapeut oder Pädagoge übt zusammen mit seinem Hund den Umgang mit dem Rollstuhl. Dabei werden in Leerfahrten das Rechts- und Linksgehen an der Seite des Rollstuhles sowie Kurven und das Absenken und Anheben des Rollstuhles über Bordsteinkanten, Schrägen oder Kopfsteinpflaster trainiert. Danach wird der Rollstuhl mit einem “Patienten” besetzt und das Therapiebegleithunde-Team intensiviert seine Fertigkeiten.

Therapiebegleithunde-Team mit PatientDas Thema dieses Wochenendes drehte sich um Stress und seine Folgeerscheinungen. Was sind Stressfaktoren und -symptome beim Hund. Wie handelt der Therapeut, wenn sein Hund in eine Stresssituation gerät? Was ist positiver und negativer Stress und wie wirkt sich dieser auf den Hund aus? Die Dozentin referierte über Stressachsen, Stresshormone und deren Auf- und Abbau. Zum Beispiel werden positive Erfahrungen als positive Stressreaktion im Gehirn gespeichert. Wiederholt sich die Situation wird die Reaktion wesentlich schneller einsetzen. Das Problemlöseverhalten nutzt positive Erfahrung zur Lösung der Situation im eigenen Interesse. Ist keine Lösung herbeigeführt worden, wird bei erneutem Auftreten der gleichen Situation das Meideverhalten einsetzen. Wird niemals eine Lösung herbeigeführt, bedeutet dies für den Hund Dauerstress.

Das Wochenende war sicherlich für die Therapiebegleithunde-Teams anstrengend, aber bei Sonne, blauem Himmel und klarer Luft gab es auch genug Zeit zur Erholung. Der Erfahrungsaustausch unter Kollegen, die ihre Hunde in der tiergesützten Therapie einsetzen werden, war mindestens ebenso spannend.

Fotos: Elke Müller

Tierischer Therapeut

Geschrieben am Februar 13th, 2008 in Co-Therapeut Hund,Hunde,Tiere im Fernsehen von

Dass Tiere Menschen helfen können, ist bekannt – offensichtlich neu, aber sicher beispielhaft ist jedoch der Weg, den das Bremer Klinikum Ost mit Pelle geht. Ein Hund unterstützt hier seine Besitzerin, die leitende Physiotherapeutin Birte Westerkamp, bei der Threapie von Patienten in der Neurologischen Frührehabilitation. Pelle der Rauhhaardackel wird dort regelmäßig als Therapeut im Krankenhaus eingesetzt, wie ein sehr schöner Beitrag bei buten un binnen gestern abend zeigte. Schon die Anmoderation des Beitrags stimmt erwartungsvoll:

Es ist der Wunschtraum eines jeden Patienten. Ein Therapeut der zuhört, der freundlich ist, sich dem Patienten aufmerksam zuwendet und auch keinerlei Berührungsängste im Umgang mit dem Kranken hat. Genau so einen Therapeuten hat sich das Klinikum Ost zur Unterstütztung geholt…

Es kommt im Filmbeitrag (buten un binnen 12.02.2008 (wmf)) besonders deutlich heraus, dass die Übungen für die Patienten zusammen mit Pelle wesentlich angenehmer sind, da Mühen und Schmerzen in den Hintergrund gedrängt und als sinnvoller wahrgenommen werden.

Pressetext zu Pelle

Ausbildung von Therapeuten, Pädagogen und Therapiebegleithunden

Geschrieben am Januar 10th, 2008 in Co-Therapeut Hund von Elke Müller

Aufgrund unserer unter www.co-therapeut-hund.com angebotenen Ausbildung von Therapeuten und Pädagogen mit Hund in der tiergestützten Therapie erreichen mich häufig Anfragen, was es mit dieser Ausbildung auf sich hat. Hundehalter möchten gerne wissen, ob sie ihren Hund zum Therapiehund ausbilden lassen können, um dann mit ihrem Hund in Altenheime oder Kindergärten zu gehen. Es gibt sehr unterschiedliche Ausbildungen von Hunden, die auch auf internationaler Ebene in folgende Bereiche unterteilt sind:

Definition tiergestützte Aktivität, Therapie und Pädagogik

Die Verwendung eines Hundes in der tiergestützten Aktivität, Therapie und Pädagogik unterscheidet sich in

  • tiergestützte Aktivitäten (Animal Assisted Activities = AAA)
    - Besuchsdienste bei der keine spezifische Ausbildung des Hundes notwendig ist,
    - guter Gehorsam, Freundlichkeit, sozialverträglich,
    - vertrauensvolle Hundehalter-Hund-Beziehung

Dabei unterscheidet sich die tiergestützte Aktivität noch einmal in

  • aktive tiergestützte Aktivitäten – Interaktion zwischen Mensch und Hund und
  • passive tiergestützte Aktivitäten – keine Interaktion zwischen Mensch und Hund

und

  • tiergestützte Therapien (Animal Assisted Therapy = AAT)
    - Zielgerichteter therapeutischer Einsatz des spezifisch ausgebildeten Hundes bei
    Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern durch speziell ausgebildete Personen
    in Heilberufen mit Dokumentation des Therapieverlaufes.
    - Die Therapie will eine Veränderung / Entwicklung auf psychischer, sozialer, emotionaler, physischer oder kognitiver Ebene erreichen.

und

  • tiergestützte Pädagogik (Animal Assisted Pedagogy = AAP)
    - Personen mit pädagogischer Berufsausbildung die spezifisch ausgebildete Hunde
    an Patienten mit Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten einsetzen.
    - Erstellung eines Konzeptes mit Ziel- und Zeitvorgaben für jeden Patienten. Auswertung der Dokumentation.

Die Definition von Besuchshunden und Therapiehunden oder Therapiebegleithunden wird in Europa noch Therapiebegleithund motiviert behindertes Kind zu Bewegungsabläufenunterschiedlich ausgelegt. Teilweise wird zwischen Besuchs- und Therapiebegleithunden keine Differenzierung gemacht. Der Psychologe Erhard Olbrich geht davon aus, dass Therapiebegleithunde von Therapeuten gegen Bezahlung eingesetzt werden und Besuchshunde von Hundebesitzern, die freiwillig und unentgeltlich alte, kranke, behinderte, demente Menschen und Kinder besuchen. Allerdings glaubt er, dass Besuchs- und Therapiehunde kein spezifisches Training instrumenteller Fertigkeiten benötigen. Deren Ausbildung sollte sich hauptsächlich dahin bewegen die sozial-emotionalen Interaktionen zu begünstigen.

Training des Therapiebegleithundes in der tiergestützten Therapie in der Fachschule Co-Therapeut Hund

Geschrieben am Juni 25th, 2007 in Allgemein,Co-Therapeut Hund,Hunde,Veranstaltungen von Elke Müller

Alma und Lady nehmen auf Anweisung ein Leckerchen vom LöffelAm vergangenen Wochenende lernten Ergotherapeuten, die ihre Hunde in der tiergestützten Therapie einsetzen möchten Theorie und Praxis in der Fachschule Co-Therapeut Hund (www.co-therapeut-hund.com). Im dritten Modul des Studiums lehrten die Dozenten der Fachschule die therapeutische Wirkung von Tieren auf den Menschen. Dabei wurden die physische und psychische Wirkung sowie auch die soziale, kognitive und instrumentelle Wirkung erörtert. Welche therapeutischen Ziele mit dem Einsatz eines Therapiebegleithundes verfolgt werden können, referierte die Inhaberin der Ergotherapiepraxis Sonja Tasto in ihren eigenen Räumen. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des ausgebildeten Therapiebegleithundes zur Hilfe für kleine und große Patienten war ein weiteres wichtiges Thema dieses Seminarwochenendes.

Praktische Übungen mit den Hunden wurden anschließend im Bewegungsraum der Praxis trainiert. Dabei kam es auf zielgerichtete Vorgaben der Therapeutinnen an, die ihre Hunde an unterschiedlichen Geräten, am Futterschlauch, auf dem Sitzsack, auf der Schaukel, bei der vorsichtigen Abnahme von Futterbrocken nach Anweisung anleiteten. Manche Unsicherheit der Hunde wurde von den Teilnehmerinnen geschickt durch Motivation gelenkt. Und der Erfolg des Gelernten durfte anschließend durch Toben mit den Artgenossen im Freilauf gefeiert werden. Die Therapeuten wurden gleichzeitig mit einem Kaffee oder Tee und einem Stück Kuchen belohnt.

Der zweite Vormittag behandelte durch die Inhaberin der Fachschule Co-Therapeut Hund – Elke Müller – die Entwicklung, Prägung und Sozialisierung des Hundes und die spezifische Gewöhnung des zukünftigen Therapiebegleithundes von Welpen an. An beiden Nachmittagen ging es mit Therapeutinnen und den Hunden ins Stresstraining. Mensch wie Hund hatten die Aufgabe am Bahnhof ohne Hektik zwischen Passanten durchzugehen, Treppen auf- und abzusteigen, Fahrstuhl zu fahren, in den Zug zu steigen und dort einen Platz aufzusuchen. Weder Mensch noch Hund sollten sich von den Umgebungsgeräuschen und den Fahrgästen ablenken lassen. Auch auf dem Schützenfest mit Schießbuden, Karussells, Ständen, Schaukeln, vielen Besuchern und lärmender Musik durften sich Mensch und Hund durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Anschließend wurde das Trainingsvideo analysiert und eventuelles Fehlverhalten von Mensch oder Hund erörtert und als Hausaufgabe mit auf den Weg gegeben.

Ein anstrengendes Wochenende ging glücklicherweise bei trockenem Wetter zu Ende. Die Teilnehmerinnen fuhren mit ihren zukünftigen Therapiebegleithunden wieder nach Hause zurück. Den Kopf voller Informationen mit müden Hunden im Gepäck rüsten sie sich auf das nächste Seminarwochenende in vier Wochen.

Foto: Elke Müller – Alma und Lady dürfen erst nach Anweisung ein Leckerchen von einem Löffel nehmen.

Was der Co-Therapeut “Hund” als Therapiehund können muss

Geschrieben am Mai 14th, 2007 in Co-Therapeut Hund von Elke Müller

Co-Therapeut Charly hilft PiaAm 19./21. Mai findet das 2. Modul des Studiums “Der Hund als Co-Therapeut” der Fachschule Co-Therapeut Hund statt. In diesem Studium befinden sich z.Zt. ausschließlich Therapeuten aus dem Bereich “Ergotherapie”. Die Therapeuten lernen am Samstag die rechtlichen Grundlagen, die beim Einsatz eines Hundes in der tiergestützten Therapie zu beachten sind. Außerdem werden die Zustandskategorien von Mitmenschen und wie ein Hund einzusetzen ist erörtert.

Am Sonntag befassen sich die Teilnehmer mit dem Lernverhalten von Hunden, dem Ausdrucksverhalten, den Kommunikationsformen und dem Sozialverhalten. An beiden Tagen wird nachmittags praktisch mit den Hunden gearbeitet. Hund und Halter werden in das Prinzip des Click and Treat-Trainings eingewiesen. Die Hunde erlernen die Duldung von Berührungen und von Geräuschen. Eine weitere Lernsequenz für Therapeut und Hund befasst sich mit anormalen Bewegungsmustern. Auch hier spielt die Souveränität des Therapeuten, der seinen gut sozialisierten Hund an diese Aufgabe heranführt, eine erhebliche Rolle.

Foto: Elke Müller – Die dreijährige Pia wird durch ihren Co-Therapeuten Charly beim Bewegungstraining unterstützt

Co-Therapeut Hund – Beginn des Studiums für Therapie-Hunde

Geschrieben am April 30th, 2007 in Co-Therapeut Hund von Elke Müller

Vom 27.-29. April fanden Aufnahmeprüfung und das erste Modul des Studiums der Fachschule Co-Therapeut Hund statt. Bei Sonnenschein und blauem Himmel durchliefen die Teilnehmer mit ihren Hunden die Prüfungen. Geprüft wurden der Gehorsam der Hunde, ihre Sozialverträglichkeit in bezug auf Menschen und Artgenossen sowie die Mensch-Hund-Beziehung. U.a. wurde bewertet, ob die Hunde sich unauffällig verhalten bei Geräuschen, Geräten, im Straßenverkehr, in der Fußgängerzone, im Geschäft und in plötzlich auftretenden Situationen. Alle Prüflinge haben bestanden.

Das Ziel der Fachschule Co-Therapeut Hund ist die Ausbildung von therapeutischen und pädagogischen Berufsgruppen, die Hunde in der tiergestützten Therapie einsetzen wollen. Vorrangig in dieser Ausbildung ist die praktische Arbeit mit dem Hund. Neben den theoretischen Referaten gehen die Dozenten speziell auf jedes einzelne Mensch-Hund-Team ein, um einen sicheren Umgang mit dem zukünftigen Patienten zu erreichen.

Ausbildung von Therapeuten, Pädagogen und Therapiebegleithunden

Geschrieben am März 30th, 2007 in Co-Therapeut Hund von Elke Müller

Definition tiergestützte Aktivität, Therapie und Pädagogik

Die Verwendung eines Hundes in der tiergestützten Aktivität, Therapie und Pädagogik unterscheidet sich in

  • tiergestützte Aktivitäten (Animal Assisted Activities = AAA)
    - Besuchsdienste bei der keine spezifische Ausbildung des Hundes notwendig ist,
    - guter Gehorsam, Freundlichkeit, sozialverträglich,
    - vertrauensvolle Hundehalter-Hund-Beziehung

                – aktive tiergestützte Aktivitäten – Interaktion zwischen Mensch und Hund

                - passive tiergestützte Aktivitäten – keine Interaktion zwischen Mensch und  Hund

und

  • tiergestützte Therapien (Animal Assisted Therapy = AAT)
    - Zielgerichteter therapeutischer Einsatz des spezifisch ausgebildeten Hundes bei
    Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern durch speziell ausgebildete Personen
    in Heilberufen mit Dokumentation des Therapieverlaufes.
    - Die Therapie will eine Veränderung / Entwicklung auf psychischer, sozialer, emotionaler, physischer oder kognitiver Ebene erreichen.

und

  • tiergestützte Pädagogik (Animal Assisted Pedagogy = AAP)
    - Personen mit pädagogischer Berufsausbildung die spezifisch ausgebildete Hunde
    an Patienten mit Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten einsetzen.
    - Erstellung eines Konzeptes mit Ziel- und Zeitvorgaben für jeden Patienten. Auswertung der Dokumentation.

Die Definition von Besuchshunden und Therapiehunden oder Therapiebegleithunden wird in Europa noch Therapiebegleithund motiviert behindertes Kind zu Bewegungsabläufen unterschiedlich ausgelegt. Teilweise wird zwischen Besuchs- und Therapiebegleithunden keine Differenzierung gemacht. Der Psychologe Erhard Olbrich geht davon aus, dass Therapiebegleithunde von Therapeuten gegen Bezahlung eingesetzt werden und Besuchshunde von Hundebesitzern, die freiwillig und unentgeltlich alte, kranke, behinderte, demente Menschen und Kinder besuchen. Allerdings glaubt er, dass Besuchs- und Therapiehunde kein spezifisches Training instrumenteller Fertigkeiten benötigen. Deren Ausbildung sollte sich hauptsächlich dahin bewegen die sozial-emotionalen Interaktionen zu begünstigen.

Andere Institutionen gehen davon aus, dass sowohl die Besuchshunde wie auch die TherapiebegleithundeTraining mit Rollstuhlpatient, Therapeutin und zwei Therapiebegleithunden eine spezifische Ausbildung durch qualifizierte Trainer/innen erhalten. Die Hundebesitzer sollten ebenfalls gute Kenntnisse über die Biologie des Hundeverhaltens besitzen. Diese Verbände und Vereine fordern ihren Mitgliedern und Hunden Wesenstests und Prüfungen ab. Wesentlich weniger Problematiken zeigt sich bei der tiergestützten Pädagogik. Hier scheint durch die Berufsausübung bereits festgelegt, dass ein Hund auf jeden Fall eine spezifische Ausbildung benötigt.

Für alle drei tiergestützten Modelle sollte in jedem Falle gelten, die Hunde nicht zu überfordern. Dazu gehören verpflichtend Kenntnisse über die Bedürfnisse des Hundes.

Ausbildung in der tiergestützten Therapie

Um einem Hund alle Möglichkeiten einzuräumen ein guter Therapiebegleithund zu werden, sollte bereits im Training der Therapiebegleithunde im Bewegungsraum Welpenalter mit einem Wesenstest festgestellt werden, welcher Hund sich zur Ausbildung eignet und welcher nicht. Ist der zum eigenen Umfeld passende Welpe einer Rasse oder ein Mischling gefunden, beginnt die Sozialisierung und Erziehung zielgerichtet auf das spätere Einsatzgebiet des Hundes und seines Therapeuten. Das erfordert eine Zusatzausbildung des Therapeuten in der tiergestützten Therapie. Oftmals werden von den Therapeuten Hunde nach optischen oder emotionalen Gesichtspunkten ausgewählt, die ebenfalls einer Prüfung auf Eignung zum Therapiebegleithund zu unterziehen sind. Entgegen mancher publizierten Meinung sind wir nicht der Auffassung, dass sich jeder Hund zu einer spezifischen Ausbildung eignet. Insofern liegt es hier in der Verantwortung des Therapeuten und der ausbildenden Institution zu Gunsten des Hundes zu entscheiden.

Während der Ausbildung des Therapiebegleithundes sind die Entwicklungsphasen zu berücksichtigen. Die Fachleute haben bisher keine Einigkeit erzielt, in welchem Alter die Prüfung des Hundes erfolgen soll. WirTherapiebegleithunde werden im Trubel einer Stadt trainiert gehen von einem Alter zwischen dem 15. – 20. Monat aus. Je nach Rasse sind Hunde zwar zwischen 18 – 24 Monaten körperlich ausgewachsen, aber die nötige Reife und Lebenserfahrung fehlt, um tatsächlich erwachsen zu sein. Es liegt in der Verantwortung des Therapeuten seinen Hund entsprechend sorgsam zu leiten und ihm die Möglichkeit zu geben, vielseitige Erfahrungen sammeln zu können.

Die Trainingsmethodik richtet sich individuell nach dem Mensch-Hund-Team. Voraussetzung ist eine vertrauensvolle enge Beziehung zwischen Training mit Therapiebegleithund, der sich auch durch Artgenossen nicht ablenken lassen darf Mensch und Hund. Neben der Erziehung zum Gehorsam werden überwiegend mit positiver Verstärkung die instrumentellen Fertigkeiten des Hundes trainiert. Die Ausbildungszeit sollte sechs Monate auf keinen Fall unterschreiten, besser ist ein Zeitraum von acht bis zwölf Monaten.

Innerhalb einer Prüfung der Fähigkeiten von Therapeut und Hund sowie den theoretischen Kenntnissen des Therapeuten werden die Trainingserfolge festgestellt und die Institutionen entscheiden nach entwickelten Gütekriterien, ob Therapeut und Hund diesen gerecht werden.

Fotos: Elke Müller