Warum die Bienen sterben
Seit einigen Jahren wird um das Massensterben der Honigbienen gerätselt. Ist die Ursache des Bienenvolkkollapses ein Virus, sind es Milben oder Pestizide. Gibt es keine Bienen mehr zieht das weitere katastrophale Folgen nach sich. Viele Obst- und Gemüsepflanzen werden nicht mehr bestäubt. Dies wiederum hat Auswirkungen auf unsere Nahrungsvielfalt.
Amerikanische Forscher der University of Illinois in Urbana-Champaign haben herausgefunden, dass bei den Bienen offenbar die Eiweiß-Synthese gestört ist. Bei dem Vergleich mit CCD-infizierten (CCD = Colony Collapse Disorder) Bienenkolonien mit gesunden Bienen ergab sich, dass die sogenannten Ribosomen (= Eiweißfabriken der Zellen) nicht funktionieren. Verursacher scheint eine Kombination aus unterschiedlichen Viren zu sein.
Sobald die Proteinproduktion defekt ist, werden die Bienen anfälliger für andere schädliche Einflüsse. Wie der Spiegel berichtet, kann die Honigbiene nicht mehr auf eine mangelhafte Ernährung, Pestizide, Bakterien, Viren, Pilzbefall und andere krankmachende Keime reagieren. Das Bienenvolk stirbt ab und die Königin bleibt im Stock mit der Brut und den jungen Bienen zurück.
Bleibt zu hoffen, dass die Experten eine Gegenmassnahme entwickeln können, um die Honigbienen zu retten und damit eine ökologische und ökonomische Bedrohung abwenden.
Foto: fotolia.com










