Tod eines Perserkaters durch Schneckenkorn
Wie Monika auf meinen Artikel Schneckenkorn ist Gift für Hunde vom 15.08.07 kommentierte, starb ihr Perserkater Rico an Schneckenkorn. Der Wirkstoff in diesem Molluskizid (Mollusken sind Schnecken und Muscheln; Molluskizid ist ein Wirkstoff der diese Tierarten tötet) ist Methiocarb, ein Pestizid. Laut Pflanzenschutzverordnung hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft festgelegt, dass die Höchstmenge des Pestizides auf Salatarten 1 mg/kg nicht überschreiten darf.
Methiocarb ist ein stark wirkendes Nervengift, welches ebenso stark wassergefährdend ist. Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Methiocarb sollte auf keinen Fall im Garten verwendet werden, in dem sich Kinder und Haustiere aufhalten. Die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft vermutet, dass auch Igel durch Methiocarb gefährdet sind. Weniger dadurch, dass sie das Schneckenkorn aufnehmen, sondern durch die Masse der gefressenen, vergifteten Schnecken. Auch Laufkäfer und Wirbeltiere können Schädigungen davontragen.
Metaldehyd als Basismittel des Schneckenkorns wirkt bei Kindern bereits bei 2 g tödlich, bei Erwachsenen genügen 4 g als tödliche Dosis. Das Nachrichtenblatt des Deutschen Pflanzenschutzdienstes (47,9.1995)berichtete, dass in einem Versuch bei dem die Stacheltiere bis zu 200 mit Metaldehyd vergiftete Schnecken aufgenommen hatten, weder Vergiftungssymptome noch auffällige Verhaltensstörungen nachgewiesen werden konnten.
Die Test-Zeitschrift Stiftung Warentest führt in ihrem Artikel “Mord im Morgengrauen” (06/2001) ausführlich aus, welche Schneckenarten schädlich für den Garten und welche Mittel zur Vertreibung der Schnecken geeignet sind.
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