Warum die Bienen sterben

Geschrieben am August 27th, 2009 in Bienen von Elke Müller

Seit einigen Jahren wird um das Massensterben der Honigbienen gerätselt. Ist die Ursache des Bienenvolkkollapses ein Virus, sind es Milben oder Pestizide. Gibt es keine Bienen mehr zieht das weitere katastrophale Folgen nach sich. Viele Obst- und Gemüsepflanzen werden nicht mehr bestäubt. Dies wiederum hat Auswirkungen auf unsere Nahrungsvielfalt.

Bienen auf der Wabe - FotoliaAmerikanische Forscher der University of Illinois in Urbana-Champaign haben herausgefunden, dass bei den Bienen offenbar die Eiweiß-Synthese gestört ist. Bei dem Vergleich mit CCD-infizierten (CCD = Colony Collapse Disorder) Bienenkolonien mit gesunden Bienen ergab sich, dass die sogenannten Ribosomen (= Eiweißfabriken der Zellen) nicht funktionieren. Verursacher scheint eine Kombination aus unterschiedlichen Viren zu sein.

Sobald die Proteinproduktion defekt ist, werden die Bienen anfälliger für andere schädliche Einflüsse. Wie der Spiegel berichtet, kann die Honigbiene nicht mehr auf eine mangelhafte Ernährung, Pestizide, Bakterien, Viren, Pilzbefall und andere krankmachende Keime reagieren. Das Bienenvolk stirbt ab und die Königin bleibt im Stock mit der Brut und den jungen Bienen zurück.

Bleibt zu hoffen, dass die Experten eine Gegenmassnahme entwickeln können, um die Honigbienen zu retten und damit eine ökologische und ökonomische Bedrohung abwenden.

Foto: fotolia.com

Kontaktlinsen für Hunde und Katzen

Geschrieben am August 26th, 2009 in Hunde,Katzen von Elke Müller

Der Professor

Auch Katzen, Hunde und andere Tiere können Sehschwächen haben. Manche Tiere kommen recht gut damit klar in ihrem Leben. Nimmt die Sehfähigkeit im Alter jedoch ab und der Halter stellt fest, dass sein vierbeiniger Liebling ab und zu mal an gewohnten Objekten aneckt, dann ist die Frage inwieweit das Haustier an Lebensqualität verlieren kann.

Gefährlich wird es, wenn die Tiere sich z.B. bei Sprüngen verschätzen und woanders landen. Eine schmerzliche Erfahrung, wenn der Kater dabei vom Fensterbrett fällt, der Hund gegen eine Glastür poltert.

Eine Brandenburger Firma hat sogenannte Intraokularlinsen entwickelt, um Tieren ihre Sehkraft zurückzugeben. Die faltbaren Kontaktlinsen aus weichem Acryl werden Hunde und Katzen in einer aufwendigen Operation implantiert. Bei arbeitenden Lawinenhunden, die häufig schneeblind werden, wird sogar eine Linse mit UV-Absorber eingesetzt. Die Kosten dafür liegen bei 2.000 Euro für die Operation und ca. 200 Euro für die Linsen.

Foto: Elke Müller

ZOS-Seminar mit Mirjam Müntefering in Brokeloh

Geschrieben am August 10th, 2009 in Allgemein,Hunde von Elke Müller

Mirjam Müntefering erklärt das TimingAm Wochenende fand das ZOS-Seminar (Zielobjektsuche) mit Mirjam Müntefering in der Fachschule für Mensch & Hund in Brokeloh statt. Teilnehmer und Hunde lernten mit Unterstützung der Referentin das Zielobjekt zu suchen und zunächst zu berühren. Innerhalb von zwei Tagen waren die meisten Hunde soweit, auf das zu suchende Material zu verweisen.

Was ist ZOS nun eigentlich? ZOS oder Zielobjektsuche wurde von den ehemaligen Polizeihundeausbildern und Hundetrainern Ina und Thomas Baumann entwickelt. Zielobjektsuche kommt aus der Polizeihundearbeit. Etwas abgewandelt eignet sich dieseHund wird auf das Objekt Klammer konditioniert Beschäftigungsform hervorragend für Familienbegleithunde. Aufgrund des instinktiven Suchverhaltens von Hunden wird der Hund zusammen mit seiner Bezugsperson im Team arbeiten. Dadurch verbessern sich die Zusammengehörigkeit sowie die Bindung des Hundes zu seinem “Menschen”.

Innerartliche KommunikationDer Hund lernt Gegenstände zielgerichtet zu suchen und anzuzeigen. Der Vorteil dieser Teamarbeit ist die hohe physische und psychische Auslastung des Hundes. Die Teilnehmer werden dazu entsprechend theoretisch vorbereitet und lernen dann in der Praxis ihren Hund korrekt zu bestätigen und anzuleiten.

Im Seminar mit Mirjam Müntefering wurden die Teilnehmer zunächstAska schaut vom Rande aus zu theoretisch und in Trockenübungen vorbereitet. Das korrekte Timeing der Bestätigung der richtigen Reaktion des Hundes ist ausschlaggebend für den Aufbau der Objektsuche. Dabei verwendet werden kleine Gegenstände wie Kugelschreiber, Wäscheklammer, Lederstückchen oder andere Dinge. Die Hunde werden zunächst auf eines der Objekte konditioniert und im weiteren Training soweit gebracht, dass sie unterschiedliche Sachen differenzieren können und mittels Ins-Platz-gehen darauf verweisen.

Sobald die Hunde dies zuverlässig umsetzen können, werden weitere Gegenstände eingebaut. Im sogenannten Trümmerfeld müssen die Hunde anschließend das von ihrem Halter über Sichtzeichen Mirjam Müntefering hat die Klammer verstecktangegebene Objekt suchen und anzeigen. Eine weitere Stufe ist die Päckchenstraße. Hier suchen die Hunde aus mehreren Behältern denjenigen aus, in dem der vom Halter angezeigte Gegenstand liegt. In der obersten Stufe des “Zossens” wird eine Geruchswand eingesetzt. Die Hunde suchen diese Wand ab, um anhand des konditionierten Duftes den richtigen Gegenstand herauszufinden.

Seit 2007 gibt es sogar internationale ZOS-Meisterschaften in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Diese Form der Teamarbeit Mensch/Hund erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Fotos: Elke Müller

Leinenzwang – Maulkorbzwang – arme Hunde in Niedersachsen

Geschrieben am August 7th, 2009 in Allgemein,Hunde von Elke Müller

Aufgrund der durch Hunde in den letzten Monaten verursachten Personenschäden in Niedersachsen beantragte die SPD eine Änderung des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden (NHundG). Die Partei ist der Meinung, dass das zur Zeit gültige Hundegesetz nicht ausreichend ist. Das Gesetz komme erst zum Zuge, wenn ein Hund zugebissen hat.

Hund bellt drohend Menschen anIn vierzehn Bundesländern gibt es Rasselisten nur nicht in Niedersachsen und Thüringen. Wir (diejenigen, die täglich professionell mit Hunden und ihren Haltern umgehen sowie auch etliche andere Institutionen) haben dies 2002 begrüßt, da die in Niedersachsen bestehende Gefahrtierverordnung ausreichend ist, um mit auffällig gewordenen Hunden entsprechend zu verfahren.

In ihren Forderungen zur Verschärfung des NHundG lehnt sich die SPD an die Gesetze bzw. Verordnungen der anderen Bundesländer. Eine Rasseliste muss her. Zusätzlich sollen Hunde über 40 Zentimeter Schulterhöhe und 20 Kilogramm Körpergewicht an Leine und mit Maulkorb geführt werden. Das wäre nach dem Tierschutzgesetz § 1 tierschutzwidrig.

Nach vielen Protesten und einer Demonstration am 2. August in Hannover, wurde die Beschlussfassung zur Änderung des NHundG auf nächstes Jahr verschoben. Jedoch soll am 18. August ein Gespräch mit Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen und Fachleuten stattfinden, um Licht in das momentane Chaos zu bringen.