Ausflug mit Mensch & Hund in den Wild Park Lüneburg
An einem wunderschönen Sonnentag besuchten Kunden der Fachschule für Mensch & Hund und ihre Hunde den Wild Park Lüneburger Heide. 22 Erwachsene, Jugendliche und Kinder sowie 15 Hunde spazierten und übten sich durch den Wildpark. Anacan, einer der irischen Wolfshunde fand Gefallen an einem Esel. Er wusch hingebungsvoll dessen Kopf und dem Esel schien es zu gefallen – soziales Verhalten zweier Tierarten. Sein Bruder Raven ignorierte die ganze Szene.
Der Park war gut besucht und Menschen drängten sich vor den Wildgehegen. Es galt die Hunde am Fuß zu behalten, sie abzusetzen oder hinzulegen. Im offenen Wildgatter trainierten die Hundehalter an der Aufmerksamkeit ihrer Vierbeiner ohne dass diese sich von dem stehenden oder herumspringenden Rehwild
irritieren liessen.
Eine kleine Pause wurde eingelegt, so dass Menschen wie Hunde ihren Durst stillen konnten. Danach ging es an den Gehegen der Steinböcke vorbei, wovon ein männliches Tier seine großen Hörner gegen den Zaun donnerte und damit neugierige Hunde erschreckte. Die Waschbären hatten sich in ihre Baumhöhlen verkrochen. Doch die Marderhunde und die Polarfüchse liessen sich draussen sehen. Interessiert berochen die Hunde die Gehege.
Der Weg stieg an und auf dem Berg kam die Mensch-Hund-Gruppe zu den europäischen Wölfen und zu den Polarwölfen. Gerade rechtzeitig um die Betreuerin der Wölfe – Tanja Askani – in ihrem Vortrag über die Wölfe zu hören. Die beiden Polarwölfe zeigten ihr gegenüber unterwürfiges Verhalten. Sie stupsten sie an, lehnten sich gegen sie und genossen ihre Streicheleien.
Trotzdem sei gesagt, dass diese Wölfe nicht zahm sind. Obwohl Tanja Askani auch mit ihnen im Wildpark an der Leine Spaziergänge unternimmt oder sogar im jugendlichen Alter der Wölfe die Eisdiele im Ort besucht, können die Wölfe nicht von Fremden angefasst werden. Am Ende des
Vortrages wurden die Wölfe mit großen Fleischbrocken gefüttert. “Aber nicht wieder in die Hände beissen”, mahnte sie einen der Polarwölfe und warf in hohem Bogen ein Stück Fleisch in seine Richtung.
Die europäischen Wölfe reagierten überhaupt nicht auf die Hunde auf der anderen Seite des Zaunes. Einer der Polarwölfe schon. Er markierte durch den Zaun und rannte imponierend mit hoch erhobener Rute auf und ab. Einige der Hunde bellten ihn aufgeregt an, wurden aber von ihren Bezugspersonen zur Ruhe gebracht. So gab es Abwechslung im Hunde- und Wolfsalltag. Die Menschen genossen im Anschluss Speisen und Getränke im Restaurant des Wildparkes. Die Hunde lagen müde zu ihren Füssen. Ein schöner Tag ging zu Ende.
Fotos: Jonas Schrader (11)






“fletschende Hunde” interpretiert wurde, die ihrer Meinung nach auch angreifen würden, das erfuhr ich erst, nachdem ich den furchtsamen Blick der Nachbarin sah. Hunde hecheln immer, wenn sie jemanden freundlich begrüßen. Das taten meine Hunde. Das Wegtreten mit dem Fuß irritierte sie allerdings, so dass sie den Nachbarn anbellten. Das wiederum ließ diesen vermuten, dass die Hunde ihn angreifen könnten. Was sie aber nicht taten.