Tierquälerei in Hannover – Polizeihundeführer verurteilt

Geschrieben am März 30th, 2009 in Allgemein von Elke Müller

Weil er einen Diensthund in der Ausbildung mit einem ohnehin tierschutzrelevanten Stachelhalsband traktiert und zusätzlich mit einem seit 2003 verbotenem stromeinwirkenden Halsband gequält hat, ist ein Polizeihundeführer und -ausbilder am 25.03.09 zu 875 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Ein weiterer mitangeklagter Polizist wurde freigesprochen.

Die beiden Polizeibeamten der Polizeihundestaffel Hannover haben einen belgischen Schäferhund der Rasse Malinois während der Ausbildung zum Diensthund geschlagen, gewürgt und mit Stromstößen “behandelt”. Angeblich weil er ungehorsam war. Der Hund war einer Polizistin zugeordnet, die als Hauptbelastungszeugin im Verfahren gegen die beiden Polizeibeamten aussagte. Der Hund soll die Beamtin gebissen haben. Aus diesem Grunde wollte der verurteilte Polizeihundeausbilder dem Hund Gehorsam beibringen.

Beide angeklagte Polizisten waren bereits seit Februar 2008 vom Dienst in der Polizeihundestaffel suspendiert. Hannovers Polizeihundestaffel soll die Ausbildung seitdem umgestellt haben.

Vielleicht sagt den Ausbildern mal ein Verhaltensexperte wie Frau Dr. D. Feddersen-Petersen, dass eine geförderte Aggression, die die Ausbilder dann nicht mehr im Griff haben, nicht mit einer gegenseitigen Aggression, die dann noch auf Schmerzzufügung basiert, in Griff zu bekommen ist.

Neues von Ocho, der sich eine Bahncard wünscht

Geschrieben am März 27th, 2009 in Allgemein,Hunde von Elke Müller

Es gibt Neues zu berichten über den Bahnvielfahrer Ocho und sein Frauchen Caren. Die Bahn hat beiden für Aufnahmen während der Fahrt eine Drehgenehmigung erteilt, so dass sie ein Kamerateam auf der Zugfahrt von Essen nach Hamburg begleitet hat.

Der WDR zeigt den Film am Sonntag, 29. März 2009 ab 18.15 Uhr (Sommerzeit beachten).

Hunde aus Kamerun oder Abzocke beim Hundekauf

Geschrieben am März 26th, 2009 in Hunde von Elke Müller

Gefunden auf www.snautz.de – Artikel von Mario Jessat:

Über Betrügereien mit reinrassigen Hunden aus dem Ausland

Hunde kann man prima über das Internet kaufen. Man sieht die Fotos der Hunde bzw. der Welpen, kann den Preis vergleichen und selbst aus dem Ausland kann man Hunde bestellen. Zum Beispiel aus Kamerun. Eine interessante Sache für alle, die billig einen reinrassigen Hund kaufen möchten. Auch wenn es diesen Hund nach der Bezahlung nicht mehr gibt.

Wie so oft werden auch hier reinrassige Hunde beliebter Hunderassen wie Bulldogge, Shih Tzu oder Chihuahua im Internet angeboten – zu einem komfortablen Preis bis 450 Euro, den man bei einem Züchter nicht unbedingt erwarten kann. Natürlich ist auch ein nettes Foto des kleines Hundes beigefügt, das dem Liebhaber und potenziellen Käufer das Herz höher schlagen lässt. In der neuesten Variante der Inserate findet man sogar Namen von in Deutschland eingetragenen Zwingern bzw. Züchtern, um den Anschein von Seriosität zu erwecken.

weiterlesen: http://www.snautz.de

ZOS-Seminar am 8./9. August 2009 mit Mirjam Müntefering

Geschrieben am März 24th, 2009 in Hunde,Veranstaltungen von Elke Müller

Viele Hunde haben heute keine Aufgabe mehr. Manche dienen zur Bewachung des Eigentums, manche helfen dem Jagdausübenden, andere verdienen ihre Nahrung beim Zoll, Wachschutz und der Polizei und wiederum andere arbeiten als Rettungshunde, Servicehunde, Blindenführhunde und Therapiebegleithunde. Das Gros erfreut den Menschen. Hunde sind Sozialpartner und Familienmitglied. Sie sind oftmals unterbeschäftigt.

Das war der Ansatz des Polizeihundeausbilders und Hundetrainers Thomas Baumann. Er hat ZOS aus der Polizeihundearbeit entwickelt. Etwas abgewandelt eignet sich diese Beschäftigungsform hervorragend für Familienbegleithunde. Aufgrund des instinktiven Suchverhaltens von Hunden wird der Hund zusammen mit seiner Bezugsperson im Team arbeiten. Dadurch verbessern sich die Zusammengehörigkeit sowie die Bindung des Hundes zu seinem “Menschen”.

Zielobjektsuche

Was ist ZOS? ZielObjektSuche! Der Hund lernt kleine Gegenstände zielgerichtet zu suchen und anzuzeigen. Der Vorteil dieser Teamarbeit ist die hohe physische und psychische Auslastung des Hundes. Die Teilnehmer werden dazu entsprechend theoretisch vorbereitet und lernen dann in der Praxis ihren Hund korrekt zu bestätigen und anzuleiten.

Seit 2007 gibt es sogar internationale ZOS-Meisterschaften in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Diese Form der Teamarbeit Mensch/Hund erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Seminar am 8./9.8.2009 in Brokeloh (Landesbergen).

Seminargebühr: 169,00 Euro exkl. Übernachtung, Verpflegung, Fahrtkosten

Anzahl Teilnehmer: Max. 8 Teilnehmer

Anmeldung unter Seminaranmeldung oder Fachschule für Mensch & Hund, Brokeloher Dorfstr. 34, 31628 Landesbergen

Panik am Straßenrand – Hund überfahren

Geschrieben am März 8th, 2009 in Erlebnisse von Elke Müller

Eine Familie erfuhr das bisher schrecklichste Erlebnis seit dem ihr kleiner Hund bei ihnen ist. Gerüstet für den Spaziergang mit dem kleinen Liebling klinkt man eben noch den Hund an die Leine, öffnet die Gartenpforte, ein Auto fährt vorbei und der Hund rennt los … vor das Auto.

Der Atem stockt. Das Auto bremst nicht, sondern fährt weiter, es ist ein leises Geräusch unter dem Auto zu hören. Die Hundebesitzer erwarten angsterfüllt ein furchtbares Bild, welches sich ihnen gleich bieten wird. Der kleine wuschelige Rüde erscheint hinter dem vorbeigefahrenen Auto … und er steht auf allen vier Beinen.

Er rennt wieselflink zu seinen Bezugspersonen und erscheint mopsfidel. Mit dem Schreck in den Gliedern wird der Hund gedreht und gewendet, aber es ist nichts zu finden. Die Autofahrerin war stehengeblieben, ebenso verschreckt, denn sie sagte, sie hätte nicht mal mehr bremsen können, so schnell sei alles gegangen. Sie habe ein Jaulen vernommen als ihr Auto über den Hund rollte.

Die Untersuchung beim Tierarzt ergab eine kleine Verletzung an der Kralle. Der Hund war sonst vollkommen in Ordnung. Der Karabiner an der Leine war nicht eingerastet, so dass der Hund sich von der Leine lösen konnte. Nun versichern sich die Hundebesitzer zuerst, dass die Leine richtig angelegt ist. Der Hund verhält sich – allerdings nur in dem Bereich des Unfalles – an der Straße vorsichtiger. Am Abend feierte die Familie das neu geschenkte Leben ihres kleinen Wuschelfreundes.

Besuch des Wild Park Lüneburg mit einem Vortrag über Wölfe von Tanja Askani

Geschrieben am März 6th, 2009 in Hunde,Veranstaltungen von Elke Müller

Am 5. April 2009 von 12.00-16.00 Uhr besuchen die Kunden der Fachschule für Mensch & Hund den Wild Park Lüneburg an der BAB 7, Ausfahrt Garlstorf. Als Highlight gilt der Wolfsvortrag von Tanja Askani.

Europäische Grauwölfe im Wild Park Lüneburger Heide

Während des Besuches im Wild Park (ca. 4-5 Stunden) üben die Hundehalter mit ihren Hunden den Gehorsam unter erschwerten Bedingungen. Die Teilnehmer dürfen mit ihren Hunden durch zweí Wildgehege gehen, in denen verschiedene Arten heimischen Rehwildes untergebracht sind.

Zusätzlich findet vor den Wolfsgehegen um 14.30 Uhr ein Vortrag über die Grau- und Polarwölfe von Tanja Askani statt.

Der Treffpunkt ist der Parkplatz Nindorf-Hanstedt an der Autobahn 7, Abfahrt Garlstorf (Parkplatz nach 2 km). Die Startgebühr beträgt 15 Euro plus Eintritt für Mensch und Hund. Hundehalter und Hunde werden durch zwei Trainerinnen betreut.

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter 05027/1633 oder info@dogforfun.de.

Foto: Elke Müller

Katze im Bett

Geschrieben am März 3rd, 2009 in Katzen von Elke Müller

Anfrage einer Katzenhalterin: “Mein Katze schläft mit im Bett. Sobald wir uns bewegen meckert sie, faucht und schlägt uns ihre Krallen ins Bein. Wir haben Angst uns nachts zu bewegen!”

“Wie alt ist ihre Katze und seit wann darf sie mit ins Bett?”

“Von Anfang an. Seit sie Baby war. Sie ist jetzt drei Jahre alt. Wir sind schon ganz verzweifelt, weil wir nicht mehr in Ruhe schlafen können. Und wenn wir sie aus dem Bett setzen, dann ist sie wieder drin, sobald wir Filou und Krümel haben sich in unser Bett geschlichen eingeschlafen sind. Dann geht alles von vorne los.”

“Verlegen sie den Schlafplatz ihrer Katze in einen anderen Raum. Schließen die Schlafzimmertür. Sollte sie herumjammern, dann ignorieren sie dies zunächst. Reduzieren sie ihre Aufmerksamkeit gegenüber ihrer Katze und schenken sie ihr Streicheleinheiten, sobald sie den neuen Platz annimmt. Gehen sie ins Bett und lassen die Schlafzimmertür geschlossen.”

“Aber wird sie dann nicht unglücklich?”

“Möglicherweise. Jedoch geht es hier darum, ob sie in Zukunft in Ruhe schlafen können und damit zufriedener ihren Alltag bewältigen oder ob sie so weiterleben können wie bisher.”

“Und wenn sie dann nachts Unsinn macht? Z.B. an die Pflanzen geht oder ins Zimmer uriniert?”

“War bisher ihre Schlafzimmertür auf oder geschlossen?”

“Auf.”

“Dann hätte sie nachts auch auf Streifzug gehen können, was sie aber nicht tat. Wir gehen erstmal im positiven Sinn heran und probieren den verlegten Schlafplatz aus. Sollte sie nachts Probleme anderer Art bereiten, dann sehen wir uns wieder.”

Die Katze nahm den neuen Schlafplatz an. Sie rumorte zwei Wochen lang in der Nacht, aber sie zerstörte nichts und das Meckern ließ nach. Es wurde auch kein protestierendes Urinieren entdeckt. Die morgendliche Begrüßung fiel um so freundlicher und eindringlicher aus. Der Alltag normalisierte sich wieder und die Katze wurde wieder geliebt.

Warum Hunde in der Wohnung besser auf Anweisungen ihrer Halter hören

Geschrieben am März 2nd, 2009 in Hunde von Elke Müller

“Aber, zuhause macht er’s doch!” Verzweifelter Ausruf einer Kundin, deren Hund sich auf der Wiese partout nicht hinlegen will. “Naja, es ist feucht draußen und da legt er sich nicht hin”, sagte sie. Der Hund – ein mittelgroßer Mischling – mit halblangem Fell verweigerte die Anweisung “Platz”. Auf meine Nachfrage, ob er sich überhaupt irgendwo anders draußen hinlegt, antwortete sie: “Manchmal schon.” “Wenn sie eine Anweisung geben und ihr Hund reagiert nicht, was machen sie dann?” “Dann gehe ich mit ihm einfach weiter.”

Bingo! Da ist der eine Punkt, der fehlläuft und der andere ist, dass oftmalsAblegen ohne Ablenkung am See nur Zuhause geübt wird. Es fehlt an Konsequenz. Die Frage ist, wie wird Konsequenz umgesetzt? Da höre ich dann: Mit strenger, tiefer Stimme. Man muss es dem Hund “deutlich” sagen (was ist deutlich?). Die Lautstärke erhöhen (obwohl der Hunde Geräusche wesentlich besser hört wie wir?). Den Hund auf den Nasenrücken schlagen!!! (Wird der Hund dann gerne auf mich hören?) Den Hund auf den Rücken werfen!!! (Wie macht man das. Ist diese Maßnahme vonnöten und welche Auswirkungen hat solch eine erniedrigende Einwirkung auf die Mensch-Hund-Beziehung?). Wenn der Hund nicht hört, dann muss er eine Weile in die dunkle Kammer!!! (Was lernt der Hund dann daraus?)

Jede Situation mit Mensch und Hund ist unterschiedlich. Was bei dem einen Mensch-Hund-Team funktioniert, muss nicht bei einem anderen Team klappen. Die Variationen, wie man sich freundlich konsequent durchsetzt, ergeben sich aus der Mensch-Hund-Beziehung und aus den Übungssituationen. Hundeerziehung erfordert vom Hundehalter Ausdauer und Geduld. Manches Fehlverhalten kann durch Ignoration desselben und Bestätigung des erwünschten Verhaltens recht schnell reduziert werden. Anderes gezeigte, nicht erwünschte Verhalten lässt sich durch körpersprachliche Massnahmen abstellen. In qualifizierten, ethologisch arbeitenden Hundeschulen können dies Hundehalter zusammen mit ihrem Hund erlernen.

Wie im Fall oben beschrieben, wird hier überwiegend Zuhause – also in den eigenen vier Wänden trainiert. Das wiederum bedeutet, der Hund fühlt sich in der Regel dort wohl – ist also entspannt -, wird durch Umweltreize nicht abgelenkt und konzentriert sich eher darauf, was “sein” Mensch von ihm verlangt und führt es auch aus.

Ablegen trotz der Ablenkung durch nahestehende RinderWird dieselbe Anweisung in einer anderen Umgebung abverlangt, ist ein junger oder unsicherer Hund durch andere Reize (andere Hunde, vorbeigehende Menschen, Verkehr, Gerüche, Geräusche, etc.) so abgelenkt, dass er sich nicht mehr auf das konzentrieren kann, was der Hundehalter von ihm möchte. Demnach gilt es alle Anweisungen oftmals zu üben (nicht zwanzig Mal hintereinander, sondern nur zwei bis drei Mal und dies zwei bis drei Mal pro Tag, aber jeden Tag) in allen Bereichen, in die der Hund mitgenommen wird. Also beim Spazierengehen, im eigenen Garten, an der Straße mit wenig und mehr Verkehr, im Geschäft, im Café usw.. Entspanntes, freundliches Verhalten des Hundehalters und zeitmässig richtig angewendete Signale werden den Hund dabei fördern, sich zunehmend mehr und mehr auf “seinen Menschen” einzustellen.

Foto: Elke Müller – Ablegen in unterschiedlichen Situationen