Eine schwierige Entscheidung …

Geschrieben am September 25th, 2008 in Erlebnisse, Hunde von Elke Müller

Vorgestern erhielt ich einen Hilferuf. Meine Mittrainerin bat mich ein Mitglied der dog-for-fun-Gruppen anzurufen, um ihr bei einer Entscheidung behilflich zu sein. Nachdem ich hörte, worum es ging, rief ich sofort zurück.

Schockiert und weinend saß das Ehepaar mit ihrem kleinen Liebling in der Tierklinik. Der Hund war auf einem Feldweg von einem Van überfahren worden, während die Besitzerin an einem ihrer Pferde hantierte. Nicht nur dass das geländegängige Auto zu rasant über den Weg fuhr und den kleinrassigen Hund übersah, so gab sich die Hundehalterin im Nachhinein die Schuld für den Unfall.

Der Hund hatte einen schlimmen Trümmerbruch erlitten. Die Diagnose der Tierärzte verhieß nichts Gutes. Mehrere Operationen seien notwendig, dazu könne man jetzt noch nicht sagen, ob Rückenmarksschäden vorliegen und des Weiteren sei eine sehr intensive und langwierige Versorgung und Pflege des Patienten in Betracht zu ziehen. Es sei zu überlegen, den kleinen Patienten zu erlösen.

Der freundlichste Hund der dog-for-fun-Gruppe ist gegangenInnerhalb der nächsten Minuten sollte nun die schwierige Entscheidung gefällt werden. Ich glaube, jeder Hundehalter, jede Hundehalterin kann eine solche Situation nachvollziehen. Hat das Tier eine Chance – wenn auch eine minmale – oder ist es Leiden ohne das ein Ende absehbar ist. Dann ist eine einfühlsame, aber sachliche Hilfestellung gegeben, die eine Entscheidung unterstützt, eine Entscheidung, die die Betroffenen vor sich selbst verantworten können.

Der vierbeinige Freund unserer ganzen dog-for-fun-Gruppe ist tot. Er wurde von seinen Leiden erlöst. Wieder ein Hund in diesem Jahr, der über die Brücke in ein Land ohne Schmerzen und Angst gegangen ist. Er wird dort viele Freunde wiedersehen. Das Ehepaar hat sich gestern trotz des Schmerzes und der Trauer entschlossen mit ihrem zweiten Hund zum Training zu kommen. Die Gruppe hat sie in ihre Arme geschlossen.

Ameisen optimieren Transportlogistik

Geschrieben am September 22nd, 2008 in Bienen von Jörg Schumacher

Sieh an, sogar für die Transportlogistik scheint es nützlich zu sein, einen Blick in die Arbeitsweisen staatenbildender Insekten zu werfen.

Zur Lösung komplexer Probleme in der Transportlogistik entwickelte die PROFACTOR Gruppe aus Steyr die Softwarelösung DynaTours. DynaTours unterstützt Betriebe und deren Disponenten bei der Optimierung der Transporttouren und reduziert dadurch Zeit und Kosten. Die entwickelten Algorithmen orientieren sich unter anderem am Verhalten von Ameisenkolonien. … Der von der PROFACTOR Gruppe entwickelte Algorithmus orientiert sich unter anderem am Verhalten von Ameisenkolonien bei der Futtersuche, um bei komplexen und dynamischen Problemen schnell alternative Lösungen zu finden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass genau dieser Algorithmus optimale Ergebnisse für den Transportbereich liefert.

Hervozuheben ist – zumindest geht das so aus der Pressemeldung hervor – der ganzheitliche Ansatz für Algorithmen, die über eine bloße Optimierung von Touren und Aufträgen innerhalb eines Unternehmens hinausgehen und Transportnetzwerke optimieren sollen. Das soll auch die die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene unterstützen, was ich besonders gut finden würde. Ein Dank an die Ameisen, denen dieser Aspekt sicher fremd ist.

Nackthunde – eine Modeerscheinung oder Qualzucht?

Geschrieben am September 20th, 2008 in Hunde von Elke Müller

Weder das eine noch das andere ist richtig! Nackthunde gab es vermutlich schon im 16. Jahrhundert. Sie sind auf den wärmeren Kontinenten Afrika, Asien und Südamerika zu finden. Die Abstammung ist bisher ungeklärt. Man vermutet, dass sie durch spanische Kaufleute nach Mexiko kamen, während die chinesische Variante möglicherweise von afrikanischen Nackthunden abstammt.

Sowohl der chinesische Schopfhund (Chinese Crested Dog) wie auch der mexikanische Nackthund (Xoloitzcuinlti, Tepeizeuntli) und der peruanische Nackthund (Perro sin Pelo del Peru) wurden als Bettwärmer, Nahrung und Medizin benutzt. Bei den Azteken galt der Hund als heilig und wurde in Riten als Opfergabe dargebracht. Man fand Statuen dieser Tiere ca. 1700 vor Christus.

Chinesischer Schopfhund - Chinese Crested Dog - © Eric Isselée - FotoliaDer fast haarlose Hund ist eine Mutation. Wie Schweizer Wissenschaftler aus Bern jetzt herausfanden, haben alle Arten der Nackthunde das Gen FOXI3, welches mutiert für dieses Phänomen verantwortlich ist. Gleichzeitig ruft das Gen einen veränderten Zahnaufbau hervor. Bei Versuchen mit Mäusen stellten die Forscher fest, dass FOXI3 nicht nur den Fellwuchs und die Zähne verändert, sondern auch Auswirkungen auf die Tasthaare hervorbringt.

Die Haut der Nackthunde verträgt keine direkte Sonneneinstrahlung. Auch beissende Kälte ist nichts für den haarlosen Vierbeiner. Die Haut, die sich im Winter heller verfärbt und im Sommer nachdunkelt, muss entsprechend gepflegt werden. Allerdings gibt es auch Nackthunde mit Fell (siehe Bild). Nackthunde werden gerne von Allergikern gehalten, jedoch ist ein haarloser Hund kein Garant dafür, dass dieser keine Allergene trägt. Nackthunde gelten als kleine lustige Hunde, die viel Temperament haben, aber auch sehr innige Beziehungen eingehen und anschmiegsam sind.

Quelle: dpa, http://www.nackthunde-in-not.de/

Foto: © Eric Isselée – Fotolia.com

Neues von den Honigbienen – wie im richtigen Leben

Geschrieben am September 18th, 2008 in Bienen von Jörg Schumacher

Unter der Überschrift “Wie im richtigen Leben ” konnte ich heute sehr zusammengefasst den aktuellen Kenntnisstand der Bienenforschung lesen. Gut gemachter Artikel, auch lesenswert, basiert auf den mir gut Erkenntnissen von Prof. Tautz.

Menschen, Schimpansen, Delfine, Elefanten und Elstern erkennen ihr Spiegelbild

Geschrieben am September 8th, 2008 in Allgemein, Heimische Tierwelt von Elke Müller

Elstern erkennen ihr SpiegelbildDer Psychologe Helmut Prior hat nachgewiesen, dass neben höheren Säugetieren sich auch Elstern im Spiegel erkennen können. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erhielten die Elstern eine Markierung, die sie nur im Spiegel erkennen konnten. Die Vögel versuchten diese Markierung zu entfernen. Insofern schlossen die Forscher daraus, dass sie sich im Spiegel erkennen müssen.

Bisher glaubte man, dass die Fähigkeit dieser Selbsterkenntnis nur bei Säugetieren vorkommen kann. Die Gehirnforscher schreiben dies der evolutionären Entwicklung des Gehirns und dabei der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Großhirnrinde zu, die nur bei Säugetieren vorkommt. Eine Untersuchung soll ergeben wie ähnliche kognitive Fähigkeiten bei unterschiedlicher Gehirnentwicklung von Säugetieren und Vögeln erreicht werden kann.

Foto: Raymond Farrimond – fotolia.com

Wölfen schmeckt auch Lachs

Geschrieben am September 2nd, 2008 in Wölfe von Elke Müller

Wenn die Lachse im Herbst die Flüsse hinaufschwimmen, um zu ihren Laichplätzen zu kommen, finden sich nicht nur die Bären dort ein, sondern auch die dort lebenden Wölfe. Die große Anzahl der Lachse reduziert die Nahrungskonkurrenz und so kann man etliche Bären und Wölfe an kanadischen Flußregionen beim Fischfang beobachten.

Friedrich Hartl - Fotolia

Wölfe leben nicht nur von Beutetieren wie Huftiere und Niederwild, sie verschmähen auch Beeren und Pflanzen nicht. Sobald aber die Lachssaison beginnt, ziehen sie zu den Flüssen. Ein Forscherteam der University of Victoria in Kanada beobachteten das Ernährungsverhalten von acht Wolfsrudeln in einem großen Gebiet in der Küstenregion von British Columbia.

Anhand der Kot- und Haarproben bestimmten sie, was die Wölfe in welcher Jahreszeit gefressen hatten. Im Herbst fanden sie in bis zu 70 Prozent der Kotproben Reste von Lachs. Lachs liefert den Tieren Fett und Energie, ist leichter zu fangen und ist eine willkommene Abwechslung im Nahrungsprogramm der Wölfe.

Quelle: Spiegel-Online

Foto: Friedrich Hartl – fotolia.com