Nein, es geht hier nicht um den bekannten Kalauer mit dem Reproduktionsbiologie elterlich umschrieben wird. Es geht vielmehr um die Frage, wo denn der Honig herkommt. Jeder kennt ihn, den hellen, mehr oder weniger feincremigen Honig der Gattung Raps und Sommerblüte.
Diese “Standard-Honige” sind ein Tribut an die Wirtschaftlichkeit, ermöglichen sie doch durch das Anwanderen der Massentrachten nennenwerte Erträge.
Doch unsere Bienen tragen natürlich auch “Honig” ein, wenn sie nicht in einer Obstplantage oder neben einem Rapsfeld stehen. Interessant sind die so genannten Blatthonige. Hier sammeln den Bienen den von Blattläusen ausgeschiedenen “Zucker”-tropfen. Dieser auch Honigtau genannte Pflanzensaft stellt manchmal eine Haupttrachtquelle dar.
Dies ist besonders interessant, da der so eingetragene Honig sehr aromatisch und dunkel gefärbt ist. Dieser Honig kristallisiert zudem spät aus. Darüber hinaus sollte der Imker beachten, diesen Honig vollständig abzuschleudern, damit die Bienen über den Winter kommen. Der Blatthonig kristallisiert im ungünstigsten Fall auch in der Wabe eher grob aus und kann dann von den Bienen nicht mehr – oder nur unter viel zu hohem Wasserverbrauch – für die Überwinterung genutzt werden.
Interessant ist übrigens die Reaktionen der Verbraucher. Sie bevorzugen den besser bekannten hellen Honig – es seit denn, man klärt sich auf und läßt probieren.
Honig ist nun einmal ein Naturprodukt und unterliegt so einer großen Vielfalt, man sollte es so belassen und genießen.
Eike Elser 24-07-2008