Wespen im Wespennest am Haus oder im Garten, eine Bedrohung für Kinder?

Geschrieben am Mai 30th, 2007 in Heimische Tierwelt von Jörg Schumacher

Wespen haben einen schlechten Ruf. Artikel zum Thema Wespen beschreiben diese Insekten (Hymenopteren, also Hautflügler) oft als friedliche, eher zurückhaltende Mitbewohner – zumindest die, die nicht in Erdlöchern nisten. Deshalb ist auch keine Panik nötig, wenn sich Wespen in einem Wespennest am Haus oder im Garten überirdisch ansiedeln. Da sich Wespen immer nur für ein Jahr einrichten, gilt es eigentlich nur, sich für einen überschaubaren Zeitraum mit ihnen zu arrangieren. Falls es gar nicht anders geht, weil sich das Nest an einer ungünstigen Stelle befindet oder ein Haushaltsmitglied auf Stiche allergisch reagiert, dann niemals selbst agieren. Beauftragen Sie Fachleute, einen so genannten Hymenopteren-Dienst, der auch für Bienen, Hummeln und Hornissen zuständig wäre. Genaue Adressen können Sie je nach Bundesland bei der (Unteren) Naturschutzbehörde erfragen, in seltenen Fällen bei der Feuerwehr.

Ungünstig sind überirdische Niststellen, bei denen Menschen keine Distanz mindestens zwei Metern einhalten können. Unterhalb dieser Entfernung fühlen sich Wespen bedroht. Kinder und Haustiere sollten vom Nest durch eine Absperrung ferngehalten werden, so wie Eike das bei seinen Bienen beschrieben hat. Wenn das Jahr überstanden ist, dann entfernen Sie das nun leere Nest und reinigen Sie die Stelle. Da Wespen sich am Geruch orientieren, sollten Sie alte Wespengerüche mit Essig überdecken. Verschließen Sie vorsorglich noch vor dem Frühjahr Zugänge zu Hohlräumen in Holzverschalungen, Wandverkleidungen, Windfedern und andern Plätzen, die für Wespen interessant sein könnten.

Wenn sich die Wespen trotz aller Gegenmaßnahmen dennoch eingenistet haben, dann sollten Sie das Einflugloch auf keinen Fall verschließen. Auf der Suche nach einem Ausgang sollen sich Wespen sogar durch Gipskarton nagen können. Außerdem beseht die Gefahr, dass die Tiere dabei Ausgänge finden, die ins Haus münden und so die Gefahr für Hausbewohner erhöhen, auf aggressive Wespen zu stoßen. Damit sich Wespen nicht aus Versehen ins Haus verirren, sollten Sie Fliegengitter an Fenstern und Türen anbringen. Falls dennoch eine Wespe ins Haus gelangt ist, stülpen Sie am besten einen Plastik-Becher über die Wespe und schieben vorsichtig ein Stück festes Papier als Boden unter. Dann können Sie die Wespe gefahrlos im Freien entlassen.

Anders sieht es aus mit Wespen aus, die Erdlöcher benutzen. Nach meiner Erfahrung hilft nur, einen größtmöglichen Abstand zu halten und sich mit einer auffälligen Absperrung selbst daran zu erinnern. Falls Sie Kinder oder Haustiere nicht vom Loch fernhalten können oder kein Abstand gehalten werden kann, gilt das bereits gesagte. Holen Sie professionelle Hilfe, die sich bei einer eventuellen Beseitigung ausreichend vor den aufgebrachten Wespen schützen kann.

Wie aber reagieren, wenn Wespen z.B. am Frühstückstisch oder am Kinderwagen herum summen? Hektisches Wedeln vertreibt Wespen nicht, sondern macht die Tiere oft nur aggressiv. Wespen sollten im Landeanflug mit einer langsamen und ruhigen Handbewegung verscheucht werden. Wie beim Umgang mit Hunden gilt auch bei Wespen: Panische oder erschreckte Reaktionen werden häufig von Kindern schnell übernommen und werden diese oft über ihr ganzes Leben begleiten. Also keine Panik: Wespen sind bei richtiger Reaktion keine Gefahr für Kinder.

Katzen im Freigang fressen Vögel

Geschrieben am Mai 29th, 2007 in Allgemein von Jörg Schumacher

Meine Meinung zum Thema freilaufende Katzen und Vögel ist: Wer nicht möchte, dass Katzen gelegentlich Vögel fressen, muss die Katze einsperren. Das habe ich auch bei PfotenundFell kundgetan.

Diese Feststellung “Katzen fressen Vögel” gilt für frei laufende Katzen ebenso wie die Feststellung, dass Katzen Mäuse fressen. Irgendwie aber tut es mir um die Vögel aber immer mehr leid als um Mäuse. Die Vernunft sagt mir natürlich, dass eine…

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Wolfsforscher Vladimir Bologov, “Der den Wolf versteht” auf 3sat

Geschrieben am Mai 27th, 2007 in Tiere im Fernsehen von Jörg Schumacher

In Russland darf der Wolf als einziges Tier das ganze Jahr über gejagt, vergiftet und in Fallen gefangen werden. Der Wolfsforscher Vladimir Bologov arbeitet schon lange mit Wölfen und ist in Russland ihr einziger Anwalt. Ohne viel Hightech weiß er, wie viele Tiere sich in der Tver-Region in Zentralrussland aufhalten, wo sie ihre Jungen aufziehen, wo sie jagen. Mit den Daten und Untersuchungen, die er in den letzten Jahren gesammelt hat, versucht er, die Menschen zu überzeugen, dass der Einsatz von Gift nur grausam und keine Lösung im Kampf gegen den Wolf ist. Gemeinsam mit seinem Vater, ebenfalls ein landesweit bekannter Wolfsforscher, hat er eine simple und billige Methode entwickelt, um die Räuber nachts wirkungsvoll von unbewachten Kühen und Schafen fernzuhalten: Sie basiert auf der Psyche der Wölfe. Der Film “Der den Wolf versteht” auf 3sat porträtiert den Wolfsforscher Vladimir Bologov und seine Arbeit.

[Daten: 3sat]

Der den Wolf versteht
Film von Angela Schmid
(aus der ARD-Reihe “Welt der Tiere”, Erstsendung 13.1.2003)

Bienensterben – made in USA?

Geschrieben am Mai 27th, 2007 in Bienen, Tiere im Fernsehen von Jörg Schumacher

Bei EinsPlus, einem der digitalen Angebote der ARD, war ein interessanter Beitrag zum Thema “Bienensterben – made in USA?” beschrieben. Ich habe ihn leider verpasst, obwohl er sendertypisch mehrfach wiederholt worden ist. In Beschreibungstext hieß es dazu: “Manche Imker in den USA haben in den letzen Monaten bis zu 90% ihrer Bienenvölker verloren, insgesamt sind in kurzer Zeit ein Viertel der 2,4 Millionen Bienenvölker in den USA verschwunden, was eine zweistellige Milliardenzahl von Honigbienen ausmacht. Und noch immer rätseln die Fachleute, was die Ursache ist.

Das Phänomen nennt sich CCD (Colony Collapse Disorder bzw. Kolonien-Zusammenbruchs-Störung). Sind es Pilze, die auch bei HIV- oder Krebspatienten festgestellt werden? Sind es die in den USA schon weit verbreiteten genveränderten Pflanzenplantagen? Sind es gefährliche Parasiten? Milben? Pestizide? Oder ist die Zunahme von Mobilfunk Schuld an dem Massensterben? Die Schwächung des Immunsystems könnte aber auch darauf hinweisen, dass die US-Honigbiene immer mehr Stress ausgesetzt ist.

EinsFestival – Tiere, die es einmal gab

Geschrieben am Mai 27th, 2007 in Tiere im Fernsehen von Jörg Schumacher

Immer mehr Tiere auf der Welt sterben aus, einige Arten sind nur noch in Gefangenschaft zu sehen, von wieder anderen gibt es nur noch Fotos. EinsFestival, ein digitales Angebot der ARD erreichbar über digitale Satelliten, in einigen Kabelnetzen und in einigen DVB-T-Netzen, widmet ausgestorbenen Tierarten eine Sendung, bei der allein schon die Namen einen Hauch von Nostalgie verbreiten. Vielleicht heißen die Sendungen für spätere Generationen dann z.B. “Das deutsche Reh” oder “Die Feldmaus”, bei dem heute noch vorherrschenden Raubbau an der Natur scheint mir das nicht übertrieben. noch sind es z.B. solche Tiere wie Berberlöwe, der Tiger von Bali, der Weiße Wolf von Neufundland, das Burchell-Zebra, das Dawson-Karibu und der Japanische Wolf. EinsFestival rotiert die Sendungen zu verschiedenen Zeiten, so dass Sie sicher einen geeigneten Termin finden werden. Falls die Sendung aktuell nicht im Plan steht, auf ARD digital werden Sie vielleicht fündig.

Sendetermine:

Verletztem Hundehalter wird ärztliche Hilfe verweigert!

Geschrieben am Mai 25th, 2007 in Erlebnisse von Elke Müller

“Im Zeitpunkt meines Eintritts in den ärztlichen Beruf verpflichte ich mich feierlich, mein Leben dem Dienste der Menschheit zu weihen. Ich werde meinen Beruf gewissenhaft und würdig ausüben. Ich gelobe dies feierlich, frei und auf meine Ehre.” Dies sind einige Passagen aus dem Genfer Ärztegelöbnis, welches auch – leicht modifiziert – die Präambel für die Berufsordnungen der deutschen Ärztekammern bildet. Als medizinischer Laie glaubt man, dass es selbstverständlich ist im Notfall ärztliche Hilfe zu bekommen.

Weit gefehlt! Trotz des in obigen Passagen an die heutige Zeit angepassten Hippokratischen Eides, den alle Mediziner ablegen, scheint es für verletzte Menschen keine Hilfe zu geben. Was war passiert? Während des Trainings mit der 5 m Leine hatte der deutsche Schäferhundrüde Arko immer wieder Gelegenheit Holzstücke aus der Wiese zu sammeln. Natürlich lenkte das “Spielzeug” seine Aufmerksamkeit ab. Arko musste also auf seine Stöckchen verzichten. Sein Besitzer nahm ihm einen Stock weg und warf ihn rücklings hinter sich. Der Hund registrierte diese Handlung und schoss los hinter dem Stock her. Der Besitzer sah, was kommen musste. Der Schäferhund rannte in die Leine. Mit beiden Händen in der Schlaufe hielt der Hundehalter fest. Es gab einen Ruck … und schon lag der Mann auf dem Boden.

Der Hund belohnte sich selbst, in dem er das Stöckchen erreichte und freudig darauf herum kaute. Sein Besitzer rappelte sich mühsam vom Boden auf. Ich sah das Blut an der Hand und fragte, ob ihm die Leine durch die Hand gefahren sei, was heftige Abschürfungen ergeben kann. Er wusste es nicht so genau. Dann sahen wir sein unteres Schienbein an. Aus einem Loch schoss stoßweise Blut. “Ach, du meine Güte”, stellten wir schockiert fest. Ich sagte: “Daumen drauf, wir holen Verbandszeug und machen einen Druckverband.” Gesagt getan. Während seine Frau ihn versorgte, rief ich mobil die am nächsten gelegene Arztpraxis an und meldete eine Notversorgung an.

“Das ist ein Arbeitsunfall”, meinte die Dame am Telefon. “Wieso Arbeitsunfall”, fragte ich verblüfft. “Da müssen sie ins Krankenhaus, aber ich frage den Chef.” Weg war sie. Nach einer Weile: “Der Chef sagt, dass müsse genäht werden, der Patient muss ins Krankenhaus”, lehnte sie den Verletzten ab. “Aber, hier schießt das Blut, das Krankenhaus ist zu weit weg. Hier muss sofort ein Arzt her”, reagierte ich. “Ja, dann fahren sie ins Krankenhaus.” Perplex drückte ich die rote Taste des Handys. Nächste Arztpraxis. “Ich schicke ihnen gleich einen Mann mit einer Verletzung, die notversorgt werden muss”, hoffte ich inständig für den Verletzten. “Da müssen sie ins Krankenhaus”, war die Antwort der nächsten Dame am Telefon. “Das dauert zu lang, er braucht jetzt gleich Hilfe”, wurde ich langsam ärgerlich. “Das muss bestimmt genäht werden, da muss er ins Krankenhaus”, reagierte sie genervt. “Das ist zu weit weg, wir fahren jetzt zu ihnen”, bestimmte ich. “Aber es ist Mittwoch”, sagte sie. “Na und!” “Ja, es ist ja keiner mehr da.” Ich war noch etwas perplexer. Der dritte Anruf bescherte mir: “Da fahren sie gleich ins Krankenhaus.”

Scheint ein Standardsatz bei Ärzten zu sein, die die Versorgung eines Verletzten verweigern. Vielleicht wissen das die Ärzte aber gar nicht, sondern die Damen am Telefon halten ihnen nur weiteren “Ärger” vom Leib. Auch das Ehepaar war genervt von so viel Ablehnung. Sie wollten hier auch nicht mehr ins Krankenhaus. Meine Bemühungen sie schnell zu einem Arzt in der Nähe zu bringen verliefen im Sande. Voller Frustration fuhren sie nach Hause.

Da frage ich mich, ob der hippokratische Eid so ausgelegt werden kann, wie ein Arzt es für richtig hält. Oder ist so ein Eid nur eine Farce? Ich hoffe sehr für die Ärzte und die Damen am Telefon, wenn sie einmal in Not sind, dass man ihnen nicht auch die Hilfe verweigert. Für mich ist klar, dass ich mich bestimmt nicht in diese ärztliche Obhut begeben werde, nicht mal im Notfall.

Ist Hercules, der größte Hund der Welt, eine Fotomontage?

Geschrieben am Mai 24th, 2007 in Hunde von Elke Müller

Seit März 2007 geistert ein Bild durch die Welt, das den angeblich größten Hund der Welt zeigt. Einen Mastiff mit 96 cm Halsdurchmesser und 127 cm Schulterhöhe. Das Gewicht soll bei 150 kg liegen. Vermutlich ist dieses Bild eine Fotomontage (eine Frau führt ein weißes Pferd und der Mann daneben den besagten größten Hund der Welt). Anscheinend ist diesem Bild ein Text zugefügt worden, der zu einem anderen Foto gehört. Dieses Foto aus dem Jahre 2001 zeigt einen großen starken Mann aus Massachusetts (John Flynn, er selbst wiegt 123 kg) mit einem englischen Mastiff namens Hercules, der als schwerster Hund der Welt (96,50 cm Halsumfang und 129 kg Gewicht) in die Geschichte einging.

1999 wurde in Großbritannien eine englische Mastiffhündin namens Kell mit 130 kg Gewicht als schwerster Hund der Welt offiziell bestätigt. Allerdings ist nicht klar, ob die damals zweijährige Hündin noch am Leben ist. Im Guinessbuch der Rekorde wurde 2004 eine dänische Dogge “Gibson” mit 107 cm Schulterhöhe als größter Hund der Welt eingetragen.

Der Hund auf der vermutlichen Fotomontage ist ein neapolitanischer Mastiff oder auch Mastino Napoletano genannt. Das Foto zeigt einmal Pferd, Frau, Mann und Hund von vorne und einmal von hinten. Bisher gibt es zu diesem Bild keine genaueren Angaben. Der Rassestandard des aus Italien stammenden Mastino Napoletano besagt eine Widerristhöhe bei Rüden zwischen 65-75 cm, bei Hündinnen zwischen 60-68 cm. Ein Toleranzwert von +/- 2 cm ist gestattet. Das Gewicht bei Rüden beträgt 60-70 kg, bei Hündinnen 50-60 kg. Der Mastino Napoletano auf dem gefaketen Bild müsste demnach ca. 125 cm Schulterhöhe haben??? Entweder ist es eine wirklich gut gemachte Fälschung oder eine Laune der Natur.

http://www.snopes.com/photos/animals/hercules.asp#photo

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/443886.stm

http://www.123freehost.co.uk/sites/cheeko2005/

Können Hunde schwitzen oder wie vertragen Hunde sommerliche Hitze?

Geschrieben am Mai 23rd, 2007 in Hunde von Elke Müller

forrest-und-chemoo-044.jpegWir genießen den gemeinsamen Morgenspaziergang in der Sonne bei kühlem Wind. Im Laufe des Vormittages, wenn die Sonne höher steigt, merke ich an meinen Hunden, dass es draußen schon wieder recht warm ist. Sie kommen nach ihrer Gartenrunde herein, legen sich auf den kühlen Boden und hecheln. Der Blick auf das Thermometer zeigt 22°C. Gegen Mittag kommen noch 4°C dazu. Die Toller Chemoo und Forrest gehen gerne in den Garten, jedoch sind ihre Bewegungen jetzt langsamer und bald darauf liegen sie im Gras im Schatten von Bäumen und Büschen. Meine Wolfshündin Ayla bleibt im Haus. Sie schaut nur ab und zu mal nach, ob alle noch da sind, dann verschwindet sie wieder im Kühlen.

Wenn ich mich bei solcher Hitze viel bewege, rinnt mir der Schweiß den Körper entlang. Der Schweiß verdunstet und kühlt den Körper ab. Wie ist das nun bei den Hunden? Sie können schwitzen, allerdings nicht über die Haut, sondern sie regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln. Dabei verlieren sie viel Flüssigkeit, die wieder ersetzt werden muss. Zusätzlich geben Hunde Feuchtigkeit ab über die Ballen der Pfoten, die mit einigen wenigen Schweißdrüsen ausgestattet sind. Ist es den Hunden zu warm, dann legen sie sich auf den kühlen Boden. Das können Fliesen sein, Holzfußboden, Beton, aber sie buddeln sich im Garten auch Löcher im Schatten und liegen dort hechelnd und lang ausgestreckt.

Spaziergänge sollten in die frühen Morgen- oder in die späten Abendstunden verlegt werden. Abkühlung kann man seinem Hund auch mit einem Bad im Wasser (es kann auch der Gartenschlauch oder der Rasensprenger sein) verschaffen. Aber Vorsicht – auch Hunde dürfen nicht durch die Sonne oder das Toben aufgeheizt sofort in das kühle Nass springen! Das kann zum Schock führen. Bei Hitze reduzieren viele Hunde die Nahrungsaufnahme, um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten. Also nicht wundern, wenn sie das Futter an manchem heißen Tag verweigern. Für die Hunde sollten mehrere Näpfe mit sauberem Wasser (es kann auch mal kalter Früchtetee sein) aufgestellt werden, damit sie jederzeit die Möglichkeit zum Flüssigkeitsausgleich haben. Die meisten Hunde lassen sich kaum zu Aktivitäten motivieren. Es gibt aber immer wieder Ausnahmen, die in der Hitze toben und kein Ende finden. Hier gilt es den Hund rechtzeitig zu stoppen, bevor er überfordert ist.

Es versteht sich von selbst, dass man Hunde bei Hitze nicht im Auto lässt. Auch in kurzer Zeit und wenn das Auto im Schatten steht, können sich Temperaturen bis 60°C im Auto entwickeln. Da kommt es schnell zum Kollaps. Genauso wenig lässt man den Hund am Fahrrad laufen oder joggt mit Hund in der Mittagshitze. Mit dem Gang durch die Stadt tut man seinem Hund sicherlich keinen großen Gefallen. Wenn man mit Hund größere Strecken fahren muss, dann sollten jede Stunde Pausen eingelegt werden, in denen sich der Hund bewegen, sich lösen und vor allen Dingen trinken kann. Meine Hunde zeigen mir immer an, was sie bei Hitze wollen. Im Wasser baden, Bauch kühlen, die Zeit verdösen, ab und zu etwas trinken und den Tag im Schatten genießen.

Foto: Elke Müller – zwei hechelnde Toller

Größer als ein Irish Wolfhound? Kaum zu glauben!

Geschrieben am Mai 21st, 2007 in Hunde von Jörg Schumacher

Irish Wolfhound Outer Limit’s  Braveheart, genannt Mr. StringerBis heute war ich überzeugt, dass Irish Wolfhounds die größten Hunde der Welt wären. Irrtum, so sieht es wenigstens aus: Hier ist ein Bild vom größten Hund der Welt. Aber es scheint ja ein Fake zu sein, Elke hat hier ihre Meinung dazu geschrieben.

Foto: Asmuth

Amsel, Meise, Fink und Star und die ganze Vogelschar in meinem Garten

Geschrieben am Mai 21st, 2007 in Heimische Tierwelt von Elke Müller

blaumeise-mit-geoffnetem-schnabel-und-asugebreitetem-gefieder0.jpgNach einem arbeitsreichen Wochenende habe ich mich auf meinen freien Montag gefreut. Ich habe mir vorgenommen etwas im Garten zu tun. Blumen in die Töpfe zu pflanzen, Unkraut zu jäten, Rasen zu schneiden. Zwischendurch eine Tasse Tee trinken, ein wenig lesen und eine Runde mit den Hunden spielen. Nachdem auch immer etwas Hausarbeit ansteht, hängt meine Wäsche jetzt im Garten. Hündin Ayla schaut kurz aus der Verandatür, blinzelt in die Sonne und kehrt sofort wieder um. Chemoo, der ältere Toller, legt sich hechelnd unter den Kastanienbaum. Nur mein junger Tollerrüde Forrest rast durch den Garten und sammelt seine Spielsachen zusammen, um sie mir vor die Füße zu legen.

Die Sonne brennt mir auf den Kopf. Das Thermometer ist auf 25 °C im Schatten gestiegen. Neidvoll schaue ich dem Amselmann zu, der gerade in einem umgedrehten, mit Wasser gefüllten Tonnendeckel nach Herzenslust badet. Meine Motivation Töpfe oder 50 kg Blumenerde-Säcke zu schleppen löst sich nach und nach in Wohlgefallen auf. Der Amselmann schüttelt sich mit seinen Flügeln das kühle Nass über den Kopf und Körper. Er taucht den Schnabel ins Wasser und fährt damit über sein Gefieder. Wir haben einen recht verwilderten Garten. Die Vögel und Igel lieben ihn. Sie finden immer etwas zu fressen. Alle Nistkästen sind besetzt, meist mit Meisen, aber dieses Jahr haben auch die Spatzen zwei Nistkästen erobert. Vor einigen Jahren lieferten sich Spatzen und Meisen heftige Gefechte um die Nistplätze. Die Meisen haben gewonnen und ihre Behausungen bezogen.

Die Amseln haben ihre Nester in der Hecke und am hochrankenden Efeu am Holzschuppen gebaut. Neben Amsel, Kohlmeise und Haussperling beherbergen wir als Untermieter außerdem Buchfink, Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Blaumeise, Grauschnäpper und Grünling. Auf Nahrungssuche finden wir ab und zu die Gartengrasmücke, Feldschwirl, Elster, Bachstelze, Gimpel, Hänfling, Zaunkönig, Wintergoldhähnchen, Singdrossel (die uns zum Abend wunderschöne Lieder singt), Star und Ringeltaube. Ich habe noch mehrere Trink- und Badegelegenheiten aufgestellt, damit sich unsere Gäste bei uns wohlfühlen. Eine kleine Blaumeise nahm gerade auf einer zum Trocknen aufgehängten Hundedecke Platz und kühlte sich im lauen Wind mit weit ausgebreitetem Gefieder und geöffnetem Schnabel. Sicher wird sie die Schalen mit dem Trink- und Badewasser finden.

Dabei fällt mir meine Teepause ein. Ein Platz im Garten, im Schatten eines Baumes, rund herum Vogelgezwitscher, ein Buch, relaxen, Lebensgeister tanken.

Foto: Elke Müller – Blaumeise verschafft sich Kühlung

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